Hamburger Industrie will mehr Personal einstellen
Konjunkturbarometer leicht eingetrübt, doch die Aussichten bleiben weiter positiv
Hamburg. Jedes dritte Hamburger Industrieunternehmen plant 2012 höhere Investitionen als im Vorjahr. 18 Prozent der Betriebe wollten in den kommenden Monaten mehr Personal einstellen. Dies ist das positive Ergebnis des aktuellen Industriebarometers, für das rund 120 Industrieunternehmen in der Hansestadt befragt wurden, sagte gestern der Vizepräses der Handelskammer und Vorsitzende des Industrieverbands Hamburg, Michael Westhagemann. Die Aussichten für die Industrie in der Stadt seien weiter positiv.
Westhagemann wies gleichzeitig auf die meistgenannten Risiken hin, die zu einer leichten Eintrübung der Erwartungen führten. So sorge sich die Industrie um eine rückläufige Inlandsnachfrage (56,9 Prozent), befürchte weiter hohe Energie- und Rohstoffpreise (51,3 Prozent) sowie eine nachlassende Auslandsnachfrage (36,6 Prozent).
Mit 105,8 Punkten ging der Geschäftsklimaindikator der Industrie, der sich aus den Beurteilungen der gegenwärtigen und künftigen Geschäftslage ergibt, im vierten Quartal um 3,7 Punkte gegenüber der Befragung im Vorquartal zurück. Ursache dafür sei vor allem die pessimistische Prognose der Bauindustrie.
Ein Hamburger Industrieunternehmen, das derzeit dringend Personal sucht, sei Airbus. "Die Luftfahrtindustrie wird auch 2012 wieder ein echter Wachstumsmotor sein. Nach dem Auslieferungsrekord im vergangenen Jahr werden wir die Produktion weiter steigern, denn die Nachfrage nach neuen, energieeffizienten Flugzeugen ist ungebrochen", sagte der Airbus-Produktionschef Günter Butschek. "Dafür suchen wir in diesem Jahr allein für unsere norddeutschen Standorte mehr als 1000 hoch qualifizierte neue Mitarbeiter, den größten Teil davon sicherlich für den Standort Hamburg."




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