Verband rügt Fonds der Deutschen Bank, der auf den Tod wettet
Frankfurt/Hamburg. Die Deutsche Bank gerät wegen eines ethisch zweifelhaften Fonds mit einer morbiden Anlageidee erneut in die Kritik. Die Ombudsstelle des Bankenverbands verurteilte laut einem "Spiegel"-Bericht einen Fonds der Bank, bei dem auf die Lebenserwartung von Menschen spekuliert wird. "Dies ist mit unserer Wertordnung, insbesondere der in ihrem Mittelpunkt stehenden Unantastbarkeit der menschlichen Würde, kaum in Einklang zu bringen", schrieb die Ombudsstelle laut dem Magazin.
Der Fonds db Kompass Life 3 ist einer von drei Lebensversicherungsfonds, für die die Deutsche Bank mehr als 700 Millionen Euro bei Kleinanlegern eingesammelt hat. Dabei biete sie eine Art Wette auf die Restlebensdauer von rund 500 Personen an. Vereinfacht kann das Prinzip so beschrieben werden: Je früher die Referenzpersonen sterben, desto höher ist der Gewinn für die Anleger. Ein Gericht müsse nun die Frage klären, ob die "Wette auf die Lebensdauer eines ausgewählten Personenkreises" sittenwidrig sei.




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