Nach Inoxum-Übernahme
Finnen planen Stellenabbau in Deutschland
Finnischer Edelstahl-Produzent Outokompu will im Zuge der Fusion mit der ThyssenKrupp-Tochter Inoxum bis zu 850 Arbeitsplätze streichen.
Mika Seitovirta, Vorstandsvorsitzender des finnischen Stahlkonzerns Outokumpu, will das Inoxum-Werk in Krefeld schließen. Auch der Standort Bochum könnte Ende 2016 schließen
Foto: dpa/DPA
Düsseldorf. Einen Tag nach der Übernahme der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte Inoxum plant der finnische Konzern Outokumpu in Deutschland bis zu 850 Arbeitsstellen abzubauen. Weltweit sollen im Zuge der Fusion sogar 1500 Stellen gestrichen werden, wie Konzernchef Mika Seitovirta am Mittwoch in Düsseldorf bekannt gab. Der finnische Manager will damit Überkapazitäten abbauen und für eine verbesserte Auslastung der verbleibenden Standorte sorgen.
Bereits im kommenden Jahr soll das Inoxum-Edelstahlwerk in Krefeld dicht gemacht werden. Für Ende 2016 sei außerdem die Schließung der Flüssigphase in Bochum ins Auge gefasst, sagte Seitovirta. Weitere Stellen sollen in Schweden wegfallen.
+++ ThyssenKrupp verkauft Edelstahlsparte an Outokumpu +++
Betriebsbedingte Kündigungen an den deutschen Standorten wird es allerdings nach den Vereinbarungen von Outokumpu mit der IG Metall nicht geben. Stattdessen will ThyssenKrupp rund 600 Betroffenen alternative Arbeitsplätze in den Stahlhütten in Duisburg anbieten. Der Rest des Stellenabbaus solle über natürliche Fluktuation erfolgen, hieß es.
Durch die Fusion von Outokumpu und Inoxum entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahl-Bereich mit 19.000 Beschäftigten und einem Umsatz von fast zwölf Milliarden Euro. Der neue Konzern werde dank seiner weltweiten Präsenz und seines umfassenden Produktportfolios in der Lage sein, auch den asiatischen Wettbewerbern Paroli zu bieten, sagte Seitovirta. Er bezifferte die möglichen Einsparungen durch den Zusammenschluss auf bis zu 250 Millionen Euro jährlich.
Die Elefantenhochzeit im Edelstahl-Markt ist aus der Not geboren. Denn sowohl Outokumpu als Inoxum kämpften zuletzt mit tiefroten Zahlen. Bei ThyssenKrupp belastete die Edelstahlsparte die Bilanz im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Verlust von fast 800 Millionen Euro.





Branchenbuch Hamburg
Bauunternehmen Dirk Kage
Hamburger Gutscheinwochen
EnergieBauZentrum


100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages



