Drogeriekette Schlecker
Insolvenzverwalter: Schlecker hat eine Chance
Da immer noch ein Großteil der Filialen Gewinne schreibt gibt sich mit Blick auf die Zukunft des Konzerns der Insolvenzverwalter positiv.
Schlecker-Finanzvorstand Sami Sagur, Meike Schlecker und Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (v.l.n.r.) informieren über die Zukunft der insolventen Drogeriekette
Foto: dpa/DPA
Ehingen. Für den insolventen Drogeriekonzern Schlecker soll noch eine zweite Chance geben – die einstige Milliardärsfamilie um den Schlecker-Gründer steht allerdings mit leeren Händen da. „Aus meiner Sicht gibt es einen guten Kern“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Montag am Stammsitz in Ehingen bei Ulm. Meike Schlecker, Tochter des Unternehmensgründers, erklärte, die Familie habe große Teile ihres Privatvermögens bereits in die Restrukturierung der Kette gesteckt. „Es ist nichts mehr da.“ Geiwitz betonte laut Schlecker-Mitteilung: Die Insolvenz bedeute „in der Konsequenz die Privatinsolvenz von Anton Schlecker“.
Die Drogeriekette hatte vor einer Woche Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein kurzfristiger Zahlungsausfall in zweistelliger Millionenhöhe nicht aufgefangen werden konnte. Das Unternehmen und die Familie habe kein Geld mehr bereitstellen können, um den weiteren Betrieb zu gewährleisten. „Wenn noch 100 Millionen im Schrank liegen würden, wäre es zu diesem Verfahren nicht gekommen“, erklärte Geiwitz.
+++ Hintergrund: Insolvenzverwalter trägt große soziale Verantwortung +++
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Trotz Insolvenz: Lieferanten stellen Waren bereit +++
Der vorläufige Insolvenzverwalter soll nun weitreichende Befugnisse bekommen, um den Fortbestand der Drogeriekette zu sichern. Zunächst könnten nun die Mieten der Läden bezahlt werden, da das Amtsgericht Ulm ihn zum sogenannten starken vorläufigen Verwalter gemacht habe. Hoffnungen gibt es auch, dass die Lieferanten mitziehen. „Alle Lieferanten haben sehr schnell zu verstehen gegeben, dass sie ein großes Interesse am Weiterbestehen der Drogeriekette Schlecker haben“, erklärte Geiwitz. Nicht nur mit Markant, sondern mit einer insgesamt dreistelligen Zahl von ihnen habe er mittlerweile eine Einigung erreicht. Diese sei nicht zeitlich befristet.





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