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Wirtschaft

DIW-Studie

Chefetagen meist reine Männerrunden

Berlin. Frauen sind in Vorständen und Aufsichtsräten großer deutscher Unternehmen und Banken weiterhin kaum vertreten. Auch 2011 lag der Frauenanteil im Vorstand der 200 größten Unternehmen in Deutschland nur bei drei Prozent, wie aus dem neuen „Managerinnen-Barometer“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Bei den DAX-30-Unternehmen nahm der Frauenanteil im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um 1,5 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent zu. Auch bei mittleren und kleineren börsennotierten Unternehmen waren nur wenige Frauen in den Vorständen zu finden. Ganz dunkel sah es für die Frauen bei den 100 größten Banken und Sparkassen aus. In 88 Prozent der Vorstände waren Männer vollkommen unter sich.

In den Aufsichtsräten der 200 größten Unternehmen stieg der Frauenanteil von 10,6 auf 11,9 Prozent. Allerdings sind der Studie zufolge zwei Drittel dieser Frauen Vertreterinnen der Arbeitnehmerschaft, die aufgrund von Mitbestimmungsregeln in das Gremium gelangten.

In den Vorständen der großen Unternehmen herrsche eine männliche Monokultur, sagte Elke Holst, eine der Autorinnen der Studie. Obwohl das Ziel, Frauen in Spitzengremien der Wirtschaft stärker zu berücksichtigen, immer größere Beachtung finde, würden Frauen an den maßgeblichen wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen kaum beteiligt.

In der Bundesregierung wird seit Monaten über Frauenquoten für die Führungspositionen der Unternehmen gestritten. Während Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen für eine feste Quote plädiert, spricht sich Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (beide CDU) für flexible Quoten aus, die die Unternehmen selbst festlegen dürfen, dann aber auch einhalten müssen. (epd)

 

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