Hamburg

Gepäckbänder am Airport ausgefallen

Koffer wurden einzeln in Keller getragen. 18 Flugzeuge hoben mit Verspätung ab

Hamburg. Mitarbeiter und Passagiere am Hamburg Airport sind am Sonnabend ordentlich ins Schwitzen gekommen. Dort standen die Bänder, die die Gepäckstücke nach dem Check-in zur Röntgenanlage in den Keller transportieren sollen, für knapp drei Stunden still. Die Störung sei gegen 13.30 Uhr aufgetreten und konnte erst gegen 16.30 Uhr wieder behoben werden, wie eine Flughafen-Sprecherin mitteilte. Die Gepäckstücke mussten daher von den Mitarbeitern in den Keller getragen werden.

Das hatte jedoch erhebliche Beeinträchtigungen zur Folge. Fluggäste berichteten von langen Wartezeiten bei der Gepäckaufgabe. Auch bei der Gepäckausgabe kam es offenbar zu Verzögerungen, Passagiere mussten mehrere Stunden auf ihre Taschen und Koffer warten.

Einige Maschinen haben den Hamburger Flughafen aufgrund der Störung ohne alle Gepäckstücke ihrer Passagiere verlassen. "Die Airlines entscheiden, ob sie losfliegen, auch wenn noch nicht alle Gepäckstücke an Bord sind", so die Flughafen-Sprecherin weiter. Die Gepäckstücke sollten mit den nächsten Maschinen zu den jeweiligen Zielen geflogen werden. "Es waren ca. 800 Koffer stehen geblieben, die nun bereits alle auf dem Weg zu ihrem Besitzer sind", so die Sprecherin.

Die Ursache für die Störung lag in der Computersteuerung der Anlage. "Der Fehler ist behoben." 18 Flugzeuge seien aufgrund des Ausfalls verspätet abgeflogen. Am Sonntag lief wieder alles normal.

In der Vergangenheit hat es immer wieder Meldungen über Probleme bei der Gepäckabfertigung in Fuhlsbüttel gegeben. Passagiere berichteten über Wartezeiten bei der Kofferausgabe von mehr als 90 Minuten. Hauptgrund war fehlendes Bodenpersonal. Zeitweise setzte der Flughafen extra Service-Mitarbeiter ein, die sich um die an den Gepäckbändern wartenden Passagiere kümmern sollten. Nach einer Tarifeinigung mit den Gewerkschaften Ver.di und komba Mitte März bekommen die Bodenbediensteten am Flughafen mehr Lohn. Vor allem das Einstiegsgehalt wird dadurch deutlich angehoben. Es steigt zum nächsten Jahreswechsel von gut neun Euro pro Stunde auf 10,76 Euro. Der Flughafen hofft dadurch mehr Personal für seine Bodendienste zu gewinnen.

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