Hamburg

Streit ums Geld bei Lufthansa Technik in Jetüberholung

Hamburg. Trotz Einschaltung der Einigungsstelle beim Arbeitsgericht haben sich Lufthansa Technik und die Arbeitnehmervertreter nicht auf eine Vereinbarung über die Konsequenzen der in den nächsten Wochen anstehenden Schließung des Hamburger Flugzeugüberholungsbereichs für dessen Beschäftigte verständigen können. Ein finaler Termin sei ohne Ergebnis geblieben, sagte ein Firmensprecher.

"Es bleibt aber bei der Zusage der Geschäftsleitung, wonach es im Zuge der Schließung des Bereichs keine betriebsbedingten Kündigungen gibt", so der Lufthansa-Technik-Sprecher. Allen davon betroffenen Beschäftigten biete man einen "adäquaten" Arbeitsplatz in Hamburg an. Für 300 Mitarbeiter stünden 400 Stellen zur Auswahl. Weil manche davon besonders begehrt seien – etwa in der Überholung von VIP-Jets – behalte sich das Unternehmen vor, Stellen auch zuzuweisen.

Eine Einigung mit dem Betriebsrat sei nicht zuletzt an dessen Forderung gescheitert, allen Mitarbeitern, die in den Triebwerksbereich wechseln, eine Ausgleichszahlung zu gewähren, hieß es vom Unternehmen. Angesichts wirtschaftlicher Probleme dieser Sparte hatte der Vorstand im Juli 2016 für sie unter anderem eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 39,5 Stunden beschlossen. Allerdings gibt es für die Beschäftigten dieser Sparte nun einen Sonderbonus von rund 650 Euro.

Ver.di-Gewerkschaftssekretär Na­tale Fontana bezeichnete es als "unglücklich", dass keine Einigung zwischen dem Unternehmen und den Arbeitnehmervertretern gefunden werden konnte. Denn damit gebe es nun Unklarheiten, welche Konsequenzen die Versetzungen für die betroffenen Beschäftigten des Flugzeugüberholungsbereichs im Einzelfall haben.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.