Kiel

Bürgschaftsbank sichert Tausende Jobs an der Küste

Kiel. Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr ihr Neugeschäft kräftig ausgeweitet. Die Kredit- beziehungsweise Beteiligungssumme sei um 15 Prozent auf insgesamt 109 Millionen Euro gestiegen und damit auf dem höchsten Stand seit 2010, sagte Geschäftsführer Hans-Peter Petersen am Donnerstag in Kiel bei der Präsentation der Bilanz 2016.

Generell verfügten kleine Unternehmen und Existenzgründer auf dem Kapitalmarkt nur über eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten. "Unsere Auf­gabe ist es deshalb, diesen Nachteil auszugleichen", sagte Petersen. Die Zahl der mit Bürgschaften und Garantien unterstützten Unternehmen blieb mit 465 im Jahr 2016 annähernd stabil. 2015 waren es noch 476 gewesen.

Speziell das Bürgschafts- und Garantien-Neugeschäft nahm im Vergleich zum Jahr 2015 um 14 Prozent auf 72,6 Millionen Euro zu. Die entsprechend unterstützten Unternehmen konnten dadurch Investitionen von 252 Millionen Euro realisieren – eine Steigerung um 25 Prozent, wie Petersen hervorhob. Spitzenreiter seien dabei die Industrie und das Hotel- und Gaststättengewerbe gewesen.

Im laufenden Jahr erlebt die Bank bei Bürgschaften erneut eine deutlich anziehende Nachfrage. Für 184 Firmen wurden in den ersten vier Monaten Bürgschaften über 29 Millionen Euro zugesagt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies eine Ausweitung um acht Prozent.

"Insbesondere bei den Existenzgründungen gehen wir im laufenden Jahr von einem ähnlich hohen Volumen aus wie im Jahr 2016", sagte Holger Zervas, der seit Herbst des vergangenen Jahres als weiterer Geschäftsführer der Bürgschaftsbank agiert. Besondere Bedeutung habe das Institut für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Mithilfe von Bürgschaften seien im vergangenen Jahr 6649 Jobs geschaffen oder gesichert worden. 2015 waren es noch 7489 Arbeitsplätze gewesen.

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