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Wirtschaft

Schuldenkrise

Rating-Schock: Moody's droht Frankreich mit Abwertung

Moody's will die Bewertung des Landes in den nächsten Monaten prüfen. Ökonomen warnen vor den Folgen einer Abwertung. Auch für Deutschland.

Moody's stellt Frankreichs Top-Bonität auf den Prüfstand
Foto: dapd

Berlin. Die Unruhe in Frankreich wächst - Immer mehr Ökonomen sehen das Top-Rating des Euro-Landes in Gefahr. Die Ratingagentur Moody’s kündigte bereits an die bisherige Bewertung auf den Prüfstand zu stellen. Die französische Regierung müsse mit Reformen die Kreditwürdigkeit des Landes sichern, erläuterte die Agentur. Sowohl wirtschaftliche als auch fiskale Reformen seien entscheidend, damit die Top-Bonitätsnote „Aaa“ auch weiterhin mit einem stabilen Ausblick versehen werden könne. Die Finanzstärke des Landes habe wegen der Belastungen durch die Finanzkrise nachgelassen. Schon jetzt sei die Schuldensituation in Frankreich gravierender als in den meisten anderen mit „Aaa“ benoteten Ländern, warnte die Agentur. Zudem könnten im Zuge der Schuldenkrise weitere Belastungen auf die Staatskasse zukommen - etwa im Falle weiterer Hilfen für Länder oder die Banken.

Frankreichs Regierung versucht derweil Ruhe zu bewahren - wohl auch um die aufgeschreckten Finanzmärkte zu beruhigen. Finanzminister Francois Baroin betont, dass er die Spitzenbonität seines Landes nicht für gefährdet hält. Das Top-Rating AAA sei nicht in Gefahr, weil Frankreich bei der Verabschiedung von Maßnahmen zum Defizitabbau sogar noch dem Zeitplan voraus sei, sagte Baroin am Dienstag dem TV-Sender France 2. Er räumte allerdings ein, dass die Wachstumsprognose für das kommende Jahr zu hoch gegriffen sein dürfte. Die angestrebten 1,75 Prozent seien angesichts der schwachen Wirtschaftsaussichten „wahrscheinlich zu hoch“. Eine Anpassung der Prognose sei deswegen zu einem späteren Zeitpunkt nötig. (abenbdlatt.de/Reuters/dpa)

So funktionieren Ratingagenturen:

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