Ausbildung
Hamburg beschließt Handwerks-Masterplan
Zukünftig will die Stadt Hamburg enger mit der Handwerkskammer zusammenarbeiten. Zentrales Anliegen: Die Ausbildung von Fachkräften.
Die Ausbildung ist ein zentrales Anliegen für die Handwerkskammer
Foto: ZB/DPA
Hamburg. Mit einem „Masterplan Handwerk 2020“ wollen Senat und Handwerkskammer das Hamburger Handwerk mit seinen rund 130 000 Beschäftigten fördern. „Es geht nicht darum, ein Mal ein Papier zu schreiben“, betonte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) vor der Unterzeichnung des Masterplans am Freitag mit Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos), Handwerkskammer-Präsident Josef Katzer und dem Handwerkskammer-Geschäftsführer Frank Glücklich. Scholz sagte, der Plan werde ständig fortgeschrieben, „um die Perspektiven für die nächsten Jahre in Hamburg zu zeichnen und zu entwickeln“. Jedes Jahr werde dabei Anfang September zum Tag des Handwerks ein Bericht mit den umgesetzten Maßnahmen vorgelegt und der Plan für das kommende Jahr präsentiert. Für die Industrie gibt es bereits seit 2007 einen entsprechenden Masterplan. Er gilt bereits als ein Erfolg der Hamburger Wirtschaftspolitik.
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Mit dem zwölfseitigen Papier soll dem Handwerk eine zentrale Rolle bei der Mittelstandspolitik der Stadt beigemessen werden. Wichtige Themen seien dabei unter anderem die Ausbildung von Fachkräften, neue Gewerbeflächen, Existenzgründungen, öffentliche Aufträge, die Qualität und Umweltaspekte. „Das, was wir hier miteinander vereinbart und besprochen haben (...), ist ab jetzt Senatshandeln“, betonte Scholz. Handwerks-Präsident Katzer zeigte sich zufrieden. „Der Erste Bürgermeister hat damit sein Wahlversprechen gegenüber dem Handwerk vollständig und auch zeitnah eingehalten.“ Den Worten seien Taten gefolgt. „Vielleicht mag das auch mal als Botschaft dienen an die frustrierten Nichtwähler“, sagte Katzer.
„Wir haben mit diesem Masterplan ein Instrument in der Hand, das geeignet ist, die Zukunft des Hamburger Handwerks richtungsweisend zu lenken und richtungsweisend Rahmenbedingungen zu schaffen“, betonte der Handwerks-Präsident. Besonders wichtig sei ihm die Sicherung des Fachkräftebedarfs für die rund 15 000 Betriebe der Hansestadt. „Wir müssen darauf hinwirken, dass uns wirklich keiner verloren geht“, sagte er mit Blick auf die zahlreichen schwer auszubildenden Jugendlichen. So habe fast ein Viertel der Schulabgänger erhebliche Defizite in den Kernfächern. Aber auch das Thema Gewerbeflächen sei für das Handwerk enorm wichtig. (abendblatt.de/dpa)





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