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Wirtschaft

Kostenaufschlag

Gaspreise sollen diesen Sommer deutlich steigen

Die Gaspreise sollen diesen Sommer um 10,5 Prozent steigen. Betroffen von der Kostenerhöhung sind 1,9 Millionen Haushalte.

Die Gaspreise sollen diesen Sommer deutlich steigen
Foto: picture-alliance

Berlin. Die Grundpreise zahlreicher Gasversorger sollen steigen: Die „Bild“-Zeitung berichtete von einer geplanten Erhöhung der Grundpreise um mehr als zehn Prozent. Im Juli und August erhöhen etwa 70 Versorger die Preise um durchschnittlich mehr als zehn Prozent. Konkret wären das für eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichem Stromverbrauch (20.000 Kilowattstunden) jährliche Mehrkosten von 138 Euro.

Betroffen sind zwei Millionen Haushalte, wie die Verbraucherportale Check24.de und Toptarif.de am Dienstag mitteilten. Jeder zehnte Gaskunde muss mehr zahlen. Zuletzt hatte der Energieversorger EnBW eine Preiserhöhung um mindestens zehn Prozent angekündigt. In der Spitze würden die Preise um 18,1 Prozent oder 276 Euro im Jahr angehoben, berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine Auswertung von Check24.de. Die Preisänderungen sind nach Angaben von Toptarif.de allerdings sehr uneinheitlich. Während sich die Tarife auf der einen Seite bei 29 Grundversorgern im zweistelligen Prozentbereich verteuerten, gebe es bei der Energieversorgung Beckum und der Gasversorgung Unterfranken sogar Preisnachlässe.

Begründet wird die Anhebungen mit dem Ansteig der Ölpreise. Seit Februar waren die Preise für Rohöl aufgrund der Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten, aber auch wegen der wachsenden Nachfrage im Zuge des weltweiten wirtschaftlichen Aufschwungs stark gestiegen. Gerade in langfristigen Lieferverträgen, über die noch viele Versorger den Großteil ihres Gasbedarfs decken, ist die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis nach wie vor ein entscheidender Faktor. Bei der sogenannten Ölpreisbindung folgt der Gaspreis den Entwicklungen beim Öl in einem Abstand von etwa sechs Monaten.

Eine Möglichkeit, den steigenden Gaskosten zu entgehen, ist der Wechsel zu einem neuen Anbieter. So könnten sich für eine vierköpfige Familie Einsparungsmöglichkeiten von 250 bis 350 Euro im Jahr ergeben.

(abendblatt.de/reuters/dapd)

 

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