Windanlagen
Hamburger Repower verlegt Produktion teilweise nach Indien
Aus Kostengründen sollen kleinere Windräder künftig am Standort des Mutterkonzerns Suzlon im indischen Padubidri hergestellt werden.
Aufbau einer Repower-Windkraftanlage vor der belgischen Küste.
Foto: DPA
Hamburg. Der Hamburger Windkraftanlagenbauer Repower will künftig auch in Indien produzieren. So soll die 2-Megawatt-Baureihe teils am Standort des Mutterkonzerns im indischen Padubidri hergestellt werden. Repower verteidigte den Schritt mit dem hohen Wettbewerbsdruck in der Branche.
Suzlon hält rund 90 Prozent der Repower-Anteile und steht kurz vor der Komplettübernahme. Bei der Hauptversammlung voraussichtlich am 30. August wollen die Inder über einen Squeeze-out entscheiden lassen. Die restlichen Aktionäre sollen dann gegen eine Barabfindung ausgeschlossen werden und das Unternehmen von der Börse genommen werden. 2007 hatte Suzlon die Mehrheit bei Repower übernommen.
Repower-Vorstandschef Andreas Nauen hielt sich nun weitgehend bedeckt mit Aussagen zur Zukunft. Er gab sich aber optimistisch, von der Energiewende in Deutschland profitieren zu können.
Im Ende März ausgelaufenen Geschäftsjahr hatte Repower angesichts der schwachen Nachfrage nach Windkraftanlagen weltweit einen Gewinn- und Umsatzrückgang hinnehmen müssen. „Wir sind aber mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Finanzvorstand Derrick Noe. Die Erlöse gingen um 6,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück, der Überschuss sank um 4 Prozent auf 55,6 Millionen Euro. Mut macht Repower ein um 20 Prozent gestiegener Auftragsbestand von 2,5 Milliarden Euro.
2010 litt die gesamte Branche noch unter den Spätfolgen der Wirtschaftskrise, weil sich viele Investoren mit der Finanzierung von Windprojekten zurückhielten. Vor allem der US-Markt erwies sich als Enttäuschung und brach um rund die Hälfte ein. Die Produktionsstätten konnten weltweit kaum ausgelastet werden, so dass heftiger Preisdruck entstand.





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