Dienstag, 29. Mai 2012, 12:54

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Info
  • Rechner
  • Ticket kaufen
  • studiVZ
  • meinVZ
Magazin Hafen Magazin Senioren

Wirtschaft

Der Staat und die Banken: Verdacht

Kommentar

Argwohn weckt er schon, der neue Plan der Großbanken: Ausgerechnet zusammen mit der staatlichen KfW wollen sie sich von milliardenschweren Kreditrisiken entlasten. Sanieren sich die Geldhäuser nun etwa auf dem Rücken der Steuerzahler, während in diesem Jahrzugleich rund 40 000 meist kleineren Firmen nur noch der Gang zum Insolvenzrichter bleibt? Und das, da doch gerade die Top-Banker stets gepredigt haben, in der Wirtschaft müsse alles dem freien Spiel der Marktkräfte überlassen bleiben? Nein, um einen Abladeplatz mit staatlicher Garantie für faule Kredite soll es gar nicht gehen, heißt es in der Branche. Trotzdem drängt sich der Eindruck auf: Sauberer wäre es gewesen, wenn die Banken ihr Problem ohne die KfW lösen würden. Und warum mussten die Pläne bis zuletzt streng geheim bleiben? So bleibt der Verdacht, das Ganze diene möglicherweise der geschickten Vorbereitung des zweiten Schritts: Dass sich die Großbanken später doch mit staatlicher Unterstützung von ihren Not leidenden Krediten trennen wollen - eine Idee, die der Chef der Deutschen Bank vor einigen Wochen ins Spiel brachte. Allerdings kann die Beteiligung der KfW auch positiv gedeutet werden: Die Bundesregierung zielt offenbar darauf ab, den geplagten Mittelstand zu stützen. Denn wenn die Großbanken mehr Luft erhalten, dann könnten sie sich auch bereit finden, den kleineren Firmenkunden wieder mehr Geld zu geben - vielleicht.

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus