Rechtsstreit
Securitas muss Millionen-Strafe an US-Armee zahlen
Die US-Armee hatte dem Sicherheitsdienst vorgeworfen, zu viel in Rechnung gestellt zu haben. Die Firma muss 6,5 Millionen Euro zahlen.
Washington. Deutschlands größte private Sicherheitsfirma Securitas hat in einem Rechtsstreit um falsche Abrechnungen rund 6,5 Millionen Euro an die US-Armee gezahlt. Das Justizministerium in Washington teilte mit, dass sich beide Seiten auf einen Vergleich einigten. Das Verfahren läuft bereits seit mehreren Jahren. Die US-Armee hat Securitas vorgeworfen, bei der Bewachung von US-Kasernen in Deutschland zu viele Stunden in Rechnung gestellt zu haben.
Zugleich zog Securitas den Angaben zufolge eine Zivilklage zurück, in der das Unternehmen vor einem US-Gericht seinerseits für nicht bezahlte Leistungen eine Nachzahlung von knapp 4,5 Millionen Euro erstreiten wollte. "Wir werden es nicht tolerieren, wenn Dienstleister des Militärs den amerikanischen Steuerzahlern zu viel berechnen", sagte Tony West vom US-Justizministerium. Securitas war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Nach eigenen Angaben ist Securitas Deutschlands größter Anbieter von spezialisierten Sicherheitslösungen im privaten Sicherheitsgewerbe. Das Unternehmen beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiter an 85 Standorten.
















