Massenrückruf
Ford ruft Hunderttausende Minivans zurück
Nach Toyota, jetzt auch Ford: Der Autohersteller beordert mehr als 400.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Die Lenkung kann sich lockern.
Hunderttausende Minivans des Autoherstellers Ford müssen zurück in die Werkstatt.
Foto: rtr
Washington. Der Minivan Windstar entwickelt sich zum Sorgenkind von Ford. Der US-Autokonzern ruft auf dem Heimatmarkt 425.000 Fahrzeuge des inzwischen nicht mehr gebauten Typs zurück, weil sich Teile der Lenkung lockern können. Der Fahrer könnte dadurch die Kontrolleverlieren, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde am späten Mittwoch (Ortszeit) auf ihrer Website mit.
Erst am Mittwochmorgen hatte der japanische Autokonzern Toyota erneut 1,7 Millionen Wagen weltweit wegen leckender Benzinleitungen in die Werkstätten beordern müssen. Ford hatte im August bereits mehr als eine halbe Million Windstar-Minivans in den USA und Kanada wegen durchrostender Hinterachsen in die Werkstätten bitten müssen. Davor machte ein Tempomat Probleme. Von neuerlichen Rückruf ist nur die zweite Modellgeneration der Jahre 1999 bis 2003 betroffen. Der Rückruf beschränkt sich zudem auf bestimmte US-Bundesstaaten.
Ford war in der letzten Zeit kaum durch technische Mängel aufgefallen. Dagegen hatten General Motors, Chrysler und vor allem Toyota mit einer regelrechten Pannenserie zu kämpfen. Auch die deutschen Hersteller BMW, Mercedes und VW mussten in den Vereinigten Staaten große Rückrufe starten. Die Branche reagiert seit dem Toyota-Desaster mit klemmenden Gaspedalen und rutschenden Fußmatten sehr empfindlich auf Defekte.





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