Karstadt-Kauf
Gespräche um Karstadt-Mieten ohne Durchbruch vertagt
Beide Seiten seien übereingekommen, „sehr kurzfristig„ erneut zusammenzutreffen um noch strittige Punkte zu beraten.
Nicolas Berggruen verlässt die Karstadt-Hauptverwaltung in Essen.
Foto: dpa
Düsseldorf. Das Vermieterkonsortium Highstreet und der neue Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen haben in ihrem Disput um die Höhe der künftigen Mieten für die Warenhäuser keinen Durchbruch erzielt. Bei einem Treffen in London sei der Geschäftsplan Berggruens in sachlicher Atmosphäre erörtert worden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Montag. Beide Seiten seien übereingekommen, „sehr kurzfristig„ erneut zusammenzutreffen um noch strittige Punkte zu beraten. Sprecher beider Verhandlungsparteien wollten dies nicht kommentieren.
Berggruen hatte den Kreisen zufolge nicht persönlich an den Beratungen teilgenommen und sich von seinem Management-Team vertreten lassen. Der Investor hatte sich vor Gesprächsbeginn optimistisch gezeigt und betont, eine Lösung sei in greifbarer Nähe. Im Highstreet-Lager umd die US-Bank Goldman Sachs, dem die meisten der 120 Warenhäuser gehören, gibt es dagegen weiter Zweifel am Konzept des deutsch-amerikanischen Investors. Eine rasche Einigung sei nicht zu erwarten: Bis Ende der Woche würde die Gläubiger über die Gespräche informiert, sagte ein Insider.
Berggruen hat vor einer Woche den Zuschlag für Karstadt erhalten. Bisher konnte er sich mit Highstreet, das ebenfalls für Karstadt geboten hatte, aber noch nicht über die Miethöhe verständigen. Sollte es keine Einigung geben, droht der Kette mit 25.000 Beschäftigten doch noch das Aus. Dann könnte auch wieder Konkurrent Metro auf den Plan treten, der Interesse an ausgewählten Karstadt-Warenhäusern angemeldet hat.





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