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Wirtschaft

Opel in Europa

Franz sieht Chance für Opel-Werk in Antwerpen

Die Verhandlungen um die Zukunft Opels in Europa sind zäh. Doch Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz zeigt sich zuversichtlich.

Kann das Opel-Werk in Antwerpen doch noch gerettet werden?
Foto: dpa/DPA

Rüsselsheim. In die zähen Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Management um die Zukunft des Autobauers Opel kommt wieder Bewegung. „Ich glaube, wir können zusammenfinden, ich bin wieder optimistischer“, erklärte der Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. Hintergrund sei ein Konzept der Opel-Geschäftsführung für den Standort Antwerpen, das auf einem Lösungsvorschlag der Betriebsräte basiere. Das Management habe sich „sehr ernsthaft“ mit dem Vorschlag befasst.

„Ich sehe reelle Chancen, eine Lösung für Antwerpen zu finden, die beide Seiten akzeptieren können“, sagte Franz. Zu Details äußerte sich der Arbeitnehmervertreter zunächst nicht. Er müsse sich zuvor mit den fünf belgischen Gewerkschaften beraten. Sollten diese das Konzept akzeptieren, könnten Verhandlungen mit dem Management folgen.

Denkbar ist, dass die Fertigung in Belgien auf geringerem Niveau fortgeführt wird - allerdings mit Hilfe von Investoren. Opel könnte eine Minderheitsbeteiligung an dem Werk behalten.

Nach den bisherigen Plänen will Opel den Standort mit 2600 Mitarbeitern im Laufe des Jahres stilllegen. Dies hatte Firmen-Chef Nick Reilly als unumgänglich bezeichnet, um die Überkapazitäten des Herstellers abzubauen. Betriebsräte und Gewerkschaften laufen dagegen jedoch Sturm. Sie knüpfen einen Sanierungsbeitrag der Belegschaft an den Verzicht auf Standortschließungen. Eine Einigung steht noch aus - sie würde mit einer Lösung für Antwerpen aber deutlich wahrscheinlicher. In ganz Europa will Opel knapp 8400 Stellen abbauen, davon etwa 4000 in Deutschland.

Der Antwerpener Opel-Betriebsratschef Rudi Kennes hatte Ende Februar ein Konzept vorgelegt, um das Werk zu retten. „Wenn 750 bis 800 Leute gehen müssen, dann wäre das noch verträglich“, sagte er damals. In der belgischen Hafenstadt wird derzeit der Kompaktwagen Astra gebaut. Nach Kennes' Vorschlag könnte dort künftig unter anderem auch ein Cabrio oder ein Astra-Modell für den Export nach Osteuropa produziert werden. Später ein neuer Kleinstwagen. (dpa/abendblatt.de)

Opel-Standorte in Deutschland:

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