Kommentar: Verbraucherzentralen in der Kritik
Wer austeilt, muss auch Vorbild sein
Die Arbeit der Verbraucherzentralen zeigt handwerkliche Mängel, ergibt der Test eines Hamburger Instituts. Für 120 Euro können Verbraucher mehr erwarten als ein gutes Beratungsklima, handschriftliche Notizen und ein Merkblatt.
Das ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Denn die Verbraucherschützer stellen an die Beratung von Banken und Versicherungen höchste Ansprüche. Warum sollen diese für die eigene Arbeit nicht gelten? Dass sie keine Produkte verkaufen und nicht einmal kostendeckend arbeiten müssen, gibt ihnen beim Verbraucher einen besonderen Vertrauensbonus. Das ist aber kein Argument, um in der Beratungspraxis andere Maßstäbe zu gestatten. Dabei steht außer Zweifel, dass die meisten Verbraucherschützer eine kompetente, unabhängige Beratung bieten könnten. Wer austeilt, der muss auch einstecken können und Vorbild sein.




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