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Wirtschaft

Energie

Rekordpreise beim Strom: 2,1 Milliarden Euro teurer

Der Strom war 2009 für Verbraucher in Deutschland so teuer wie noch nie: 2,1 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr mussten bezahlt werden.

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden erhöhte sich die Stromrechnung um 51 Euro auf 804 Euro jährlich.
Foto: dpa/DPA

Hamburg. Nach einer Analyse des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de verteuerte sich der Strom für Normalkunden 2009 um durchschnittlich um 6,8 Prozent. Das bedeute Mehrkosten von rund 2,1 Milliarden Euro für die rund 40 Millionen Haushalte in der Bundesrepublik, berichtete am Mittwoch toptarif-Energieexperte Thorsten Bohg. Sein Fazit: „Noch nie mussten Verbraucher so viel für ihre Stromversorgung bezahlen.“

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden erhöhte sich die Stromrechnung demnach um 51 Euro auf 804 Euro jährlich. Verbraucher in Bayern, Niedersachsen und Hessen waren der Studie zufolge am stärksten von den Preiserhöhungen betroffen. Hier kletterten die Stromkosten seit Januar um über 7,5 Prozent.

Besserung ist nicht in Sicht. „Insgesamt dürfte sich die Strompreisspirale in Deutschland 2010 weiter nach oben drehen“, prognostizierte Bohg. Rund 160 Stromversorger haben laut toptarif.de für Januar und Februar bereits weitere Preiserhöhungen um bis zu 16 Prozent angekündigt. Ihnen stehen weniger als 50 Unternehmen gegenüber, die zum neuen Jahr die Preise senken wollen.

Die beiden größten deutschen Stromversorger E.ON und RWE hätten angesichts steigender Kosten für Stromtransport und Förderung erneuerbarer Energien bisher nur Preisgarantien bis zum Frühjahr beziehungsweise Sommer 2010 ausgesprochen, betonte Bohg. Etwaige Preisschritte der beiden Branchenriesen im kommenden Jahr würden eine Signalwirkung für viele kleinere Stadtwerke haben, befürchtet der Experte.

Die Verbraucher seien überhöhten Strompreisen allerdings nicht schutzlos ausgeliefert. Der Wechsel zu einem preiswerten Stromanbieter könne die Haushaltskasse um bis zu 300 Euro entlasten, erklärte Bohg.

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