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Verlage

Axel Springer übernimmt Russland-Geschäft von G+J

Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr verkauft vier russische Zeitschriftentitel sowie Online-Auftritte an den Axel Springer Verlag.

Hellerleuchtete Medienzentrale: Das Verlagsgebäude von Axel Springer in Berlin.
Foto: AxelSpringer AG

Berlin. Axel Springer kauft das russische Zeitschriftengeschäft von Gruner+Jahr (G+J). Dazu gehören vier Titel – darunter „Geo“ und „Gala Biographia“ - sowie einige Online-Auftritte, wie mitgeteilt wurde. In Russland ist der Axel Springer Verlag ("Hamburger Abendblatt", "Welt", „Bild“) bereits mit den Titeln „Forbes“, „Newsweek“, „Computer Bild“ und „Okay" vertreten.

Die Bertelsmann-Tochter G+J werde sich in der Zukunft auf Auslandsmärkte beschränken, in denen sie eine „herausragende Stellung“ erreichen könne, erklärte G+J-Vorstandsmitglied Torsten-Jörn Klein. In Russland wäre dies nur durch teure Zukäufe möglich gewesen. „Aus diesem Grund ziehen wir uns aus dem russischen Markt zurück“, erläuterte er.

Die Werbekrise hat Gruner+Jahr („Stern“, „Financial Times Deutschland") hart getroffen. In der ersten Jahreshälfte knickten die Anzeigenumsätze um knapp ein Viertel ein. Um gegenzusteuern, sollen dieses Jahr 200 Millionen Euro eingespart werden.

Springer erwartet für 2009 zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang, hält sich aber vergleichsweise stabil: Große Werbekunden wie Supermarktketten buchen ihre Kampagnen weiterhin in der „Bild“, im Internet-Geschäft werden hohe Wachstumsraten erzielt.

 

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