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Wirtschaft

Versicherungen

Hamburg-Mannheimer und Victoria verschwinden vom Markt

Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer Ergo baut um - Auslöser ist die Insolvenz des Arcandor-Konzerns.

Der deutsche Schauspieler Nick Wilder war der dritte Darsteller, der die Werbefigur des sympathischen und kundenorientierten Versicherungsvertreters Günter Kaiser darstellt (Foto vom Februar 1998).
Foto: picture-alliance /dpa

München. Jahrelang stand Herr Kaiser für die Hamburg-Mannheimer und die Victoria ist nicht zuletzt durch ihr Engagement für den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 bekanntgeworden. Nun verschwinden beide Traditionsmarken vom Markt, wie Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer Ergo, der allein hierzulande 20 Millionen Kunden hat, am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Auslöser für den Markenumbau ist die Insolvenz von Arcandor mit Karstadt und Quelle. Der bereits seit 2002 zur Ergo gehörende Direktversicherer KarstadtQuelle Versicherungen wird im ersten Quartal 2010 in Ergo Direkt Versicherungen umbenannt. Hier habe Handlungsbedarf bestanden, hieß es.

Das werde genutzt, um im zweiten Halbjahr 2010 auch den restlichen Marktauftritt zu ändern. Dabei soll der weitgehend unbekannte Firmenname stärker hervorgehoben werden. Das will sich das Unternehmen in den nächsten Jahren jeweils zweistellige Millionen-Beträge kosten lassen. „Wir machen unseren Kunden bislang nicht klar genug, dass das Rundum-Angebot aus einer Hand stammt“, begründete Ergo-Chef Torsten Oletzky den Schritt.

Fusioniert werden unter anderem die Sachversicherer der Victoria, Hamburg-Mannheimer und D.A.S. zu einer Gesellschaft mit dem Namen Ergo. Auch Lebensversicherungen sollen unter Ergo vertrieben werden. Ganz verschwindet die alte Pluralität dennoch nicht. Es wird weiter mehrere Marken geben: die Krankenversicherung tritt als DKV, der Rechtsschutz als D.A.S. auf. Die ERV steht weiter für Reiseversicherungen.

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