Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ist offenbar viel schlimmer als die Regierung von Präsident Barack Obama Glauben machen will.

US-Arbeitslosenquote bei 10,2 Prozent

In den USA sind derzeit so viele Menschen ohne Job wie zu Zeit der großen Depression. Die Arbeitslosigkeit in den USA habe inzwischen das Niveau der 1930er Jahre erreicht, berichtet die „New York Times“.
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Washington. In den USA sind derzeit so viele Menschen ohne Job wie zu Zeit der großen Depression. Die Arbeitslosigkeit in den USA habe inzwischen das Niveau der 1930er Jahre erreicht, berichtet die „New York Times“. Die „echte“ Arbeitslosenquote liege zufolge bei 17,5 Prozent. Das US-Arbeitsministerium hatte am Freitag die Arbeitslosenquote im Oktober – trotz der Konjunkturerholung – mit 10,2 beziffert, der offiziell höchsten Quote seit 1983.

In Wirklichkeit ist der „New York Times“ zufolge inzwischen mehr als jeder sechste US-Arbeitnehmer ohne richtigen Job. Die angesehene Zeitung begründet ihre Analyse mit dem Verweis auf entmutigte Arbeitnehmer, die sich nicht mehr registrieren ließen sowie Teilzeit-Arbeitnehmer, die einen Vollzeit-Arbeitsplatz wollten.

US-Präsident Barack Obama hatte den jüngsten Anstieg der Arbeitslosenquote als ein „ernüchterndes Zeichen“ bezeichnet. Er unterzeichnete am Freitag ein Gesetz, das eine Verlängerung der Arbeitslosenhilfe und Steuervergünstigungen für Erstkäufer von Häusern vorsieht. Diese Maßnahmen würden das Wirtschaftswachstum fördern und Arbeitsplätze schaffen, sagte Obama. (dpa/abendblatt.de)