11.10.13

Wirtschaftsminister Spanien sieht den "Anfang vom Ende der Krise"


Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos ist zur Tagung von Weltbank und IWF in Washington

Foto: Susan Walsh / AP

Der spanische Wirtschaftsminister de Guindos glaubt daran, dass Spanien die Rezession noch in diesem Jahr hinter sich lassen kann. Die Arbeitsmarktlage in seinem Land nannte er jedoch "furchtbar".

Spanien wird noch in diesem Jahr die seit vier Jahren fast ununterbrochen andauernde Rezession überwinden und sein Defizitziel von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen. Das sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos der Nachrichtenagentur AP in Washington.

Um die hohe Arbeitslosigkeit von 26,2 Prozent zu verringern, müsse die Wirtschaft aber noch stärker als das im dritten Quartal knapp positiv erwartete Ergebnis wachsen, gab er zu. In den vorangegangenen acht Quartalen war das BIP geschrumpft.

"Wir haben in Spanien eine furchtbare Arbeitsmarktlage", sagte er. "Die Arbeitslosenrate ist völlig inakzeptabel."

De Guindos erwartet Rückgang der Arbeitslosigkeit

Für das gesamte Jahr 2014 werde ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet, sagte der Minister weiter. "Das ist der Anfang vom Ende der Krise", sagte er. Dann werde ein Rückgang der Arbeitslosigkeit erwartet – der erste seit dem Beginn des Abschwungs 2008.

De Guindos sagte, Spanien sei auf dem Weg, sein Defizitziel von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr und 5,8 Prozent im kommenden Jahr zu erreichen. Weitere Ausgabenkürzungen seien dafür nicht erforderlich. Die Zahlen für das dritte Quartal werden für Ende des Monats erwartet.

Der Minister ist zu Konferenzen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in der US-Hauptstadt.