27.02.13

Pferdefleisch

Ikea zieht auch Hotdog-Würstchen zurück

Nach den Buletten Köttbullar zieht der Möbelriese Ikea nun auch seinen Kult-Snack, die Hotdogs, in einigen Ländern aus dem Verkehr. Sie kommen vom selben Hersteller wie die Buletten.

Foto: AP/dpa

Gehört für viele nach dem Einkauf bei Ikea dazu: der Hotdog. In einigen Ländern hat der schwedische Möbelriese die Würstchen aus dem Verkauf genommen
Gehört für viele nach dem Einkauf bei Ikea dazu: der Hotdog. In einigen Ländern hat der schwedische Möbelriese die Würstchen aus dem Verkauf genommen

Nach dem Fund von Pferdefleisch in seinen Buletten zieht Ikea auch die Würstchen für die Hotdogs vom selben Hersteller aus dem Verkehr. Ikea hat nach eigenen Angaben nun auch in eigenen Tests Spuren von Pferdefleisch in seinen Buletten Köttbullar nachgewiesen. In den Würstchen sei zwar nichts gefunden worden, doch habe man sie aus dem Verkauf genommen, weil sie vom selben Produzenten wie die Fleischklopse stammten.

In einer Erklärung teilte das Unternehmen mit, es stoppe "vorsorglich" den Verkauf von Hotdogs in Frankreich, Spanien, Großbritannien, Irland und Portugal.

Zudem würden in Schweden zwei weitere landestypische Gerichte nicht mehr verkauft: die Frikadellen namens Wallenbergare und sogenannter Kohlpudding, der aber nichts mit einer Süßspeise gemein hat, sondern aus Hackfleisch und Kohl besteht. Auch dieses Fleisch stamme von demselben Hersteller wie die Köttbullar.

In Deutschland und 24 weiteren Ländern weltweit waren am Dienstag und am Mittwoch Köttbullar aus dem Verkauf genommen worden, nachdem die tschechischen Behörden Pferdefleisch in den Hackbällchen gefunden hatten.

Pferdefleischanteil bis zu zehn Prozent

Der schwedische Hersteller der Fleischbällchen, Dafgaard, bestätigte den Fund von Pferdefleisch. Zuvor hatte die schwedische Lebensmittelaufsicht bereits mitgeteilt, von dem Unternehmen über die positiven Testergebnisse auf Pferde-DNA informiert worden zu sein.

Die schwedische Nachrichtenagentur TT berichtete, der gefundene Pferdefleisch-Anteil habe zwischen einem und zehn Prozent gelegen. Die Beimischung sei also höher als dies der Fall sein könnte, wenn sie auf eine Verunreinigung in einem Schlachthaus zurückzuführen wäre.

AP/AFP/sara
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