22.02.13

Commerzbank

In den Filialen werden 1800 Stellen gestrichen

Die Commerzbank präzisierte am Freitag ihre Pläne zum Stellenabbau. Bis zum Jahr 2015 sollen 1800 Jobs im Filialgeschäft abgebaut werden.

Foto: dpa
Commerzbank baut 1800 Stellen ab
Eine Filiale der Commerzbank in Berlin

Frankfurt/Main. Die Commerzbank streicht in ihrem schwächelnden Privatkundengeschäft 1800 Vollzeitstellen. Bis 2015 soll somit etwa jede siebte der derzeit rund 13 000 Stellen in der Sparte wegfallen. Die Bank werde "alles tun, um betriebsbedingte Beendigungskündigungen weitestgehend zu vermeiden", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten "Grundsatzerklärung" des Vorstands.

Weitere Einschnitte schloss das Management nicht aus. "Mit Blick auf Stabilität und Wachstum des Privatkundengeschäfts werden wir uns vorerst darauf beschränken", erklärte Personalvorstand Ulrich Sieber in einem im Intranet der Bank veröffentlichten Interview. Wichtig sei, dass angestoßene Initiativen im Privatkundengeschäft Erfolge zeigten. "Gelingt uns das, wird sich der notwendige konzernweite Abbau eher am unteren Ende der kommunizierten Bandbreite bewegen."

Die deutsche Nummer zwei hatte Ende Januar angekündigt, bis zum Jahr 2016 insgesamt 4000 bis 6000 Vollzeitstellen streichen zu wollen. Bekannt ist bislang, dass darunter etwa 500 Vollzeitstellen bei der früheren Eurohypo sind – jener Problemtochter, die auf Druck aus Brüssel größtenteils abgewickelt wird. Die Commerzbank insgesamt beschäftigte nach letzten Angaben weltweit gut 56 000 Mitarbeiter.

Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den Sparkurs laufen. "Ich hoffe, dass wir mit den 1800 hinkommen werden", sagte Gesamtbetriebsratschef und Aufsichtsratsvize Uwe Tschäge der Nachrichtenagentur dpa. Im Raum stand zunächst die Zahl von 3400 Stellen, die im Privatkundengeschäft auf der Kippe stehen könnten. Das Management behält sich vor, Ende 2014 Gespräche "über gegebenenfalls notwendige weitergehende Maßnahmen" aufzunehmen.

Im Privatkundengeschäft mit den gut 1200 Filialen verdiente der Dax-Konzern zuletzt kaum Geld. Der Vorsteuergewinn in der Sparte schmolz im Schlussquartal 2012 auf 30 (Vorjahreszeitraum: 140) Millionen Euro – der niedrigste Wert seit Jahresende 2010. Im Gesamtjahr 2012 halbierte sich der Vorsteuergewinn in der Sparte fast: auf 245 (476) Millionen Euro. "Ich habe schon Bedenken, dass wir es schaffen, das Geschäft zu steigern, wenn uns 1800 Kollegen im Vertrieb fehlen", sagte Tschäge.

Zum Thema betriebsbedingte Kündigungen formulierte das Management eine Bedingung: "Die Bank wird bis zum 31. Dezember 2014 keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen gegenüber dem deutschen Kündigungsschutz unterliegenden Mitarbeitern aussprechen, sofern bis zum 31. Dezember 2013 ein Abbau von 600 Vollzeitkapazitäten in der AG Inland erreicht wurde." Tschäge wertete das als "Schritt in die richtige Richtung". Er bedauere jedoch, dass sich der Arbeitgeber nicht zu einem bedingungslosen Kündigungsschutz durchgerungen habe.

(dpa)
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