Fluggesellschaft Sparprogramm: Air Berlin entlässt offenbar erste Mitarbeiter

Flugzeugenteisung in München

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Flugzeugenteisung in München

Betroffen von den Kündigungen seien knapp 100 Beschäftigte der Konzernzentrale in Berlin, berichtet die "Berliner Morgenpost".

Berlin. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat nach einem Zeitungsbericht im Zuge seines Sparprogramms die ersten Beschäftigten entlassen. Betroffen von den betriebsbedingten Kündigungen seien knapp 100 Beschäftigte der Konzernzentrale in Berlin, berichtet die "Berliner Morgenpost" (Donnerstag). Das Unternehmen wollte den konkreten Vorgang nicht kommentieren. Die Gewerkschaft Verdi bestätigte, dass am Dienstag rund 90 Beschäftigte die Kündigung erhalten hätten – einen Tag, bevor in der Zentrale erstmals ein Betriebsrat gewählt wurde.

Air Berlin hatte im Januar angekündigt, bis Ende 2014 rund 900 Arbeitsplätze zu streichen. Die Airline will 450 Millionen Euro einsparen. Der geplante Personalabbau werde alle Unternehmensbereiche betreffen, teilte Air Berlin am Mittwoch mit. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausgeschlossen. Die notwendigen Gespräche seien eingeleitet. Das Unternehmen wolle diesen Dialog aber nicht über die Medien führen, hieß es.

Bei der Betriebsratswahl am Mittwoch zeichnete sich eine Beteiligung von weit über 50 Prozent ab, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Max Bitzer. 1400 Beschäftigte waren dazu aufgerufen. Ein Ergebnis wurde frühestens für Mittwochabend erwartet. Das Unternehmen kündigte an, mit der neuen Arbeitnehmervertretung "kooperativ zusammenzuarbeiten".