Mi, 20.02.13, 11.45

Arbeitswelt Berufstätig mit Kind: Das Modell setzt sich durch

Vater, Mutter, Kind: Oft zerbricht diese Konstellation. Den Müttern wird in unserer Gesellschaft ein größerer Vorwurf als den Vätern gemacht, wenn sie sich entschließen, ihre Familie zu verlassen

Foto: picture alliance / ZB/dpa-Zentralbild

Vater, Mutter, Kind: Oft zerbricht diese Konstellation. Den Müttern wird in unserer Gesellschaft ein größerer Vorwurf als den Vätern gemacht, wenn sie sich entschließen, ihre Familie zu verlassen

Studie: Zahl der Anhänger der früheren Rollenverteilung - einer arbeitet, einer bleibt zu Hause - seit 2008 gesunken. Doppelverdienen ist in.

Hamburg. Die Zahl der Menschen in Deutschland, die den Doppelverdienerhaushalt für erstrebenswert halten, ist laut einer aktuellen Umfrage deutlich gestiegen. In der repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos gaben 67 Prozent der Befragten an, sie fänden es ideal, wenn beide Partner berufstätig seien. Vor fünf Jahren hätten dies erst 56 Prozent so gesehen. "Wenn dieser Trend so anhält, werden im Jahr 2030 etwa achtzig Prozent der Berufstätigen Doppelverdiener sein wollen oder müssen", sagte der an der Studie beteiligte Zukunftsforscher Horst Opaschowski.

Zugleich sinkt der Erhebung zufolge der Anteil derjenigen, die wegen ihrer Kinder auf den Beruf verzichten wollen. Nur noch knapp über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) vertrat die Auffassung, dass es besser sei, wenn nur ein Elternteil arbeitet und der andere die Erziehung der Kinder übernimmt – 2008 waren es noch 70 Prozent.

In Sachen Kinderbetreuung fordern 40 Prozent der Befragten, dass Kinder aller Altersgruppen in Zukunft das ganze Jahr über ganztags in Kindergärten betreut werden sollten – also auch während der Ferien