Jobs in Deutschland
Energieriese E.on baut 2000 Arbeitsplätze ab
Der Stromversorger E.on hat sich nach monatelangem Streit mit den Arbeitnehmern in Deutschland auf Eckpunkte seines Sparprogramms geeinigt.
Überlandleitungen des Energieriesen E.on.
Foto: DPA
Düsseldorf. Das Sparprogramm des Konzern sieht vor, bis Ende 2012 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, wie Vorstand und Konzernbetriebsrat mitteilten. "Unvermeidliche Personalmaßnahmen sollen sozialverträglich gestaltet werden", hieß es in der gemeinsamen Mitteilung, hinter der auch die Gewerkschaften Ver.di und IG BCE stehen.
Nach Ver.di-Angaben sollen rund 2000 der etwa 40 000 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Der Großteil entfalle auf den Bereich Informationstechnologie, sagte Sven Bergelin, Präsidiumsmitglied der Ver.di-Fachgruppe Energie und Bergbau. Dort würden etwa 1000 Stellen ausgelagert und rund 400 gestrichen. Hinzu komme der Abbau von etwa 300 Arbeitsplätzen in den Hauptverwaltungen in Düsseldorf, Essen und München. Die übrigen Stellen beträfen vor allem das Gebäudemanagement, sagte Bergelin.
Regionalgesellschaften des Unternehmens wie etwa der norddeutsche Versorger E.on Hanse sollen nach Informationen des Abendblatts kaum vom Abbau betroffen sein. Ein E.on-Sprecher wollte sich zum Umfang des Stellenabbaus nicht äußern. Unternehmensleitung und Betriebsrat hätten vereinbart, keine Zahlen zu nennen. Sie wollten sich jetzt auf die Verhandlungen über einen Sozialplan und die Interessenausgleiche konzentrieren. Ein Sozialplan solle "sehr zeitnah" abgeschlossen werden.
Zu den Einsparungen in der Informationstechnologie hieß es in der Mitteilung lediglich, Bereiche würden zusammengefasst, und die IT-Infrastruktur werde ausgelagert. Möglichkeiten dafür sollen bis Mitte 2010 detailliert untersucht werden.
Der 2009 ausscheidende Vorstandschef Wulf Bernotat will die Kosten des Konzerns bis 2011 um 1,5 Milliarden Euro drücken.







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