25.01.13

Schlussquartal Apple-Rivale Samsung ist der Smartphone-König

Samsung Electronics' Galaxy S III is displayed at a store in Seoul

Foto: REUTERS

Samsung Electronics' Galaxy S III is displayed at a store in Seoul

Mit dem Verkauf ihrer Galaxy-Smartphones hängen die Südkoreaner die US-Konkurrenz im Weihnachtsquartal 2012 erneut ab.

Seoul. Die Verbraucher lieben die Galaxy-Modelle von Samsung: Der südkoreanische Apple-Rivale konnte im Schlussquartal 2012 einen Milliardengewinn in Rekordhöhe einfahren. Allerdings bremste der Konzern die weiteren Hoffnungen auf einen anhaltenden Smartphone-Boom.

Der Wachstumsschwung am globalen Smartphone-Markt werde nachlassen, prognostizierte der Marktführer bei Mobiltelefonen, Speicherchips und Flachbildfernsehern am Freitag. Deshalb wollen die Südkoreaner bei den Investitionen auf die Bremse treten. Die Ausgaben 2013 dürften dem Niveau im vergangenen Jahr ähneln, kündigte der Konzern an, der seine Investitionen 2012 auf 23 Billionen Won (etwa 15,9 Milliarden Euro) hochgeschraubt hatte.

Unterm Strich blieb Samsung im vergangenen Quartal nach eigenen Angaben mit 7,04 Billionen Won (etwa 4,9 Milliarden Euro) um 76 Prozent mehr Geld übrig als im gleichen Zeitraum 2011. Der Umsatz legte um 19 Prozent auf 56,06 Billionen Won zu. Im Gesamtjahr stieg der Reingewinn um 73,7 Prozent auf 23,85 Billionen Won. Die Umsatzerlöse kletterten auf ein Allzeithoch von 201,1 Billionen Won,

Die treibende Kraft für den Erfolg für Samsung wie auch für den US-Wettbewerber Apple waren erneut mobile Geräte, vor allem die lukrativen Smartphones. In der Sparte mobile Kommunikation, die Handys und Tablet-Computer umfasst, konnte Samsung im Schlussquartal mit 5,44 Billionen Won den operativen Gewinn binnen Jahresfrist mehr als verdoppeln. Dabei profitierte Samsung vor allem von seiner vielgestaltigen Palette an Smartphones der Galaxy-Reihe.

Über den Absatz macht Samsung keine Angaben mehr. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC setzte das Unternehmen in den Monaten Oktober bis Dezember 63,7 Millionen Smartphones ab. Damit sei das Unternehmen auf einen Marktanteil von 29 Prozent gekommen. Apple habe mit 47,8 Millionen verkauften Geräten einen Anteil von 21,8 Prozent gehabt.

Doch der "furiose Wachstumsschub im globalen Smartphone-Markt im vergangenen Jahr wird sich wahrscheinlich beruhigen", vermutet Samsung. Ein Grund dafür sei ein härterer Preiswettbewerb. Während sich im ersten Quartal 2013 die Nachfrage in den Industrieländern voraussichtlich abschwächen werde, werde sich das Wachstum in den aufstrebenden Märkten im gesamten Jahr mit der Einführung preiswerterer Geräte wohl beschleunigen. Dazu käme dort ein größerer Bedarf an Tablet-PCs.

Auch geht Samsung davon aus, dass sich die Weltwirtschaft nur langsam erholt. Zusammen mit weiteren Marktunsicherheiten werde sich das auf die Investitionspläne auswirken. Auf das Auf und Ab im Markt werde das Unternehmen deshalb flexibel reagieren, hieß es.

Die Nachfrage nach DRAM-Speicher für Computer werde auch 2013 voraussichtlich schwach bleiben, prognostizierte Samsung. Als Antreiber würden sich die Speicherchips für mobile Geräte und Server herausstellen. Der Bedarf an Flash-Speicher, die vor allem in mobilen Geräten eingesetzt werden, werde sich weiter solide entwickeln.

Im Display-Geschäft verbuchte Samsung dank der soliden Nachfrage nach Fernsehbildschirmen in Nordamerika und China sowie Panels für Tablet-Computer im Schlussquartal 2012 einen operativen Gewinn von 1,11 Billionen Won – nahezu das Achtfache des Vorjahreswerts.