22.01.13

Internetkonzern

Umsatzsprung: Google sahnt bei Internetwerbung ab

Ein starkes Werbegeschäft um die Weihnachtszeit ließ den Gewinn in die Höhe schnellen. Vergessen ist der Ausrutscher im Spätsommer.

Foto: REUTERS
Googles Gewinn im Schlussquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg um 7 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar
Googles Gewinn im Schlussquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg um 7 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar

Mountain View. Nach einem enttäuschenden Geschäft im Spätsommer lief es für den Internetkonzern Google um Weihnachten herum besser. Im Schlussquartal stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf unterm Strich 2,9 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro). "Wir haben das Jahr 2012 mit einem starken Quartal beendet", erklärte Konzernchef Larry Page am Dienstag. Nachbörslich stieg die Aktie um annähernd 5 Prozent.

Besonders die Entwicklung bei den wichtigen Werbeeinnahmen erfreute die Anleger. Google kam mit seinem angestammten Geschäft auf ein Umsatzplus von 22 Prozent. Wenn man den zwischenzeitlich übernommenen Smartphone-Hersteller Motorola hinzurechnet, schoss der Umsatz sogar um 36 Prozent auf letztlich 14,4 Milliarden Dollar hoch. "Es ist eine unglaublich tolle Zeit, bei Google zu sein", sagte Page. Der Konzern hat mittlerweile 53 900 Mitarbeiter, im Kerngeschäft kamen im Quartal 1400 hinzu.

Google hatte das Handy-Urgestein Motorola für 12,5 Milliarden Dollar gekauft, um seinen Vorstoß ins mobile Geschäft abzusichern. Googles Betriebssystem Android ist in der Smartphone-Welt führend. Das zweite Motorola-Standbein mit Empfangsboxen für Fernsehen und Internet stößt Google gerade für 2,4 Milliarden Dollar wieder ab. Haupteinnahmequelle des Konzerns ist ohnehin die Werbung, allen voran die hervorgehobenen Links der Suchmaschine. Immer wichtiger werden zudem grafische Werbeanzeigen, die überall im Web auftauchen.

Im Vorquartal hatte Google die Anleger noch mit einem merklichen Gewinnrückgang vergrault. Zum einen belastete damals ein hoher Verlust von Motorola wegen teurer Smartphone-Neuentwicklungen. Zum anderen nahm Google weniger Geld pro Klick von seinen Werbekunden ein. Nun konnte Google die roten Zahlen bei Motorola eindämmen und die Einnahmen pro Klick erholten sich wieder etwas. Zugleich klickten die Nutzer öfter auf die Werbung, was für Google bares Geld bedeutet.

Dabei weht Google ein rauer Wind im Werbemarkt entgegen: Nicht nur, dass sich Yahoo und Microsoft schon vor geraumer Zeit bei der Internetsuche verbündet haben. Vor wenigen Tagen stellte Facebook eine neue Suchfunktion vor, die es ermöglicht, die Informationen der mehr als eine Milliarde Nutzer im sozialen Netzwerk zu durchstöbern.

(dpa)
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