20.01.13

Krise in Griechenland

Athen erwartet deutliche Haushalts-Fortschritte

Kalte und warme Dusche für die Griechen. Es gibt Anzeichen, dass Athen dieses Jahr erstmals keine neuen Defizite macht.

Foto: DAPD
Athen braucht nach Einschaetzung von Diplomaten noch laenger Hilfe
Eine griechische Flagge weht in Athen. Es gibt Anzeichen, dass Griechenland dieses Jahr erstmals keine neuen Defizite macht

Athen. Im Euro-Krisenstaat Griechenland könnte es dieses Jahr eine Haushaltswende geben. Wie es aus Kreisen des Finanzministeriums am Samstag hieß, gibt es optimistische Anzeichen dafür, dass Griechenland bis Ende 2013 erstmals im Jahresdurchschnitt einen sogenannten primären Überschuss erzielt – ohne die Zinslast für die Schulden. "Wir werden es schaffen", sagte ein hoher Funktionär des Finanzministeriums.

Die Einnahmen des Staates werden demnach erstmals seit Jahrzehnten die Ausgaben leicht übertreffen. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes steht dagegen noch in weiter Ferne. 2012 lag das primäre Defizit nach früheren Angaben bei 3,7 Milliarden Euro.

Deutliche Fortschritte gibt es in der griechischen Wirtschaft. So haben nach Medienberichten die Exporte des Landes im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent zugelegt. Die Exporte von Olivenöl und Wein nach Deutschland etwa wuchsen enorm. "In den vergangenen zwölf Monaten bis November 2012 lag das Plus für Wein bei 24 Prozent, bei Olivenöl bei 28 Prozent", sagte Agrarminister Athanasios Tsaftaris dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Bei seinen Sparbemühungen soll Griechenland einem Zeitungsbericht zufolge eine sechsmonatige Verschnaufpause bekommen. Dies soll die EU bei einer Sitzung hinter verschlossener Tür in der vergangenen Woche beschlossen haben, wie die Athener Zeitung "Kathimerini" am Sonntag berichtete. Dies bedeute zwar keineswegs eine Lockerung des Druckes für die Einhaltung der bislang beschlossenen Sparmaßnahmen und tiefgreifenden Reformen. Weitere Belastungen für die Bürger solle es aber vorerst bis August nicht mehr geben. Die internationalen Geldgeber wollten sich darauf konzentrieren, dass Athen die Steuerhinterziehung bekämpft und den Staat weiter verschlankt.

Unterdessen bescheinigte der Internationale Währungsfonds (IWF) der griechischen Regierung zwar, das Land wieder auf Kurs gebracht zu haben. Dennoch müsse noch vieles geleistet werden, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde der Zeitung "Kathimerini". Sie forderte, dass die Privatisierungen, die Bekämpfung der Steuerhinterziehung und die Verschlankung des Staates vorangetrieben werden müssen. Griechenland wird nach Schätzungen des IWF in den Jahren 2015 und 2016 weitere Hilfen in Höhe zwischen 5,5 und 9,5 Milliarden Euro brauchen.

(dpa)
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