17.01.13

Neue App

Facebook startet Telefonierangebot in den USA

US-iPhone-Besitzer können mit der neuen "Messenger"-App kostenlos übers Web telefonieren. Funktion ähnlich wie bei Skype.

Foto: dapd
Facebook-Schriftzug
Facebook bietet in den USA eine kostenlose Telefonfunktion über das Internet an

Berlin. Wer in den USA Facebook nutzt, kann dort künftig die kostenlose Telefonfunktion über das Internet nutzen. Sie steht zunächst Nutzern von Apples iPhone offen, die die "Messenger"-App von Facebook auf ihrem Smartphone installiert haben.

Bisher konnten Menschen darüber mit ihren Facebook-Kontakten chatten sowie Fotos austauschen. Nun erlaubt die App in den USA auch Anrufe, wie eine deutsche Agentur im Auftrag von Facebook bestätigte.

Zuvor hatte Facebook die Telefonfunktion bereits in Kanada getestet. Für ein Telefongespräch müssen beide Seiten die "Messenger"-App auf ihren Handys installiert haben.

Die Anrufe laufen über die Internetverbindung des Handys oder ein WLAN-Netz und funktionieren damit ähnlich wie Gespräche über Internetanwendungen wie Skype. Zusammen mit Skype bietet Facebook seit Juli 2011 eine Videochatfunktion auf seiner Webseite an.

Facebook: Größtes Online-Netzwerk der Welt

Facebook hat jüngst die Marke von einer Milliarde Nutzern überschritten – damit ist rund jeder siebte Erdenbürger bei dem weltgrößten Online-Netzwerk aktiv.

Facebook-Mitglieder können über die Plattform Bilder, Text-Mitteilungen oder auch Internet-Links miteinander teilen und mit einem Klick positiv bewerten.

Mit "Graph Search" wird man diese Inhalte und Beziehungen auch durchsuchen können.

Die Facebook-Anwender können entscheiden, ob nur die eigenen Freunde die Einträge sehen können, oder alle Welt. Vor allem junge Menschen sind nahezu vollzählig bei Facebook vertreten.

Viele deutsche Datenschützer stehen Facebook allerdings sehr kritisch gegenüber.

Sie stören sich unter anderem daran, dass die Daten auf Servern in den USA lagern und dort in einigen Fällen auch weiter gespeichert bleiben können, wenn der Nutzer sie gelöscht hat.

Facebook hat seinen Europa-Sitz in Irland und wird deshalb federführend von den dortigen Datenschützern überwacht.

Auf ihren Druck ließ das Online-Netzwerk zuletzt eine umstrittene Gesichtserkennungs-Funktion in ihrer anfänglichen Form fallen.

Facebook finanziert sich durch Werbung und nutzt die Daten der Nutzer, damit Unternehmen mit ihren Anzeigen bestimmte Zielgruppen erreichen können.

Das Unternehmen betont allerdings, dass alle Informationen nur anonymisiert nach außen gelangen. (dpa)

Datenschützer warnt vor neuer Facebook-Suche

Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, hat die neue Suchfunktion des sozialen Netzwerks Facebook massiv kritisiert. "Ich finde das überhaupt nicht toll", sagte er. Die erweiterte Suche führe dazu, "dass völlig unkalkulierbar auf einmal Daten ausgewertet werden".

Die überarbeitete Suchfunktion, die Facebook am 15. Januar vorgestellt hatte, ermöglicht Anfragen wie "Fotos meiner Freunde vor 1999" oder "Restaurants, die meinen Freunden gefallen", so sie diese Informationen mit Facebook geteilt haben.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte während der Produktankündigung mehrfach bentont, dass bei der Suche die Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre berücksichtig würden.

Nutzer bekämen nur die Ergebnisse angezeigt, die sie auch so innerhalb ihres Netzwerkes aufstöbern könnten. Fremde könnten keine Inhalte sehen, die man nur mit seinen Freunden geteilt habe.

Diese Zusage reicht Weichert jedoch nicht: "Die Suchfunktion, die wir vom Internet kennen, wird jetzt in den Freundeskreis hineingezogen, mit der Folge, dass hochsensible Informationen auch Dritten zur Kenntnis gelangen", sagte der Facebook-Kritiker.

Informationen, die möglicherweise nur für bestimmte Freunde gedacht waren, würden im Nachhinein auffindbar. "Hier wird definitiv ein weiterer Eingriff ins Datenschutzrecht vorgenommen, der meines Erachtens nicht akzeptabel ist", sagte Weichert.

Die Funktion ist zunächst nur für einige Facebook-Mitglieder in den USA freigeschaltet. Wann sie in Deutschland verfügbar sein könnte, ist unklar. Weichert rät dennoch zur Vorsicht: "Ich kann eigentlich nur den Ratschlag geben: Hände weg von Facebook." (dpa)

(dpa)
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