16.01.13

Land- und Ernährungswirtschaft Grüne Woche 2013: Schlemmerparadies und Expertenforum

Grüne Woche

Foto: dpa

Grüne Woche Foto: dpa

Zum 78. Mal findet in der Hauptstadt die weltgrößte Landwirtschaftsmesse statt. Mehr als 1600 Aussteller aus 60 Ländern sind dabei.

Berlin. Auf der Grünen Woche in Berlin erwartet die Besucher in diesem Jahr viel Show mit Köchen, Tänzern und lebenden Tiere auf 20 Bühnen. Zur weltgrößte Landwirtschaftsmesse vom 18. bis 27. Januar wollen mehr als 1600 Aussteller aus 60 Ländern kommen.

Auf Kongressen und auf Podien diskutieren Fachleute und Politiker über gesunde Ernährung, die Zukunft des ländlichen Raums oder die Rolle von Biokraftstoffen. Landwirtschaftsminister aus aller Welt wollen sich auf einer Konferenz vom 17. bis 19. Januar mit den Spitzen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Wissenschaftlern treffen. Es geht dabei um die Wege im Kampf gegen den Hunger.

Die Grüne Woche ist traditionell auch ein Treffpunkt für Gourmets. Präsentiert werden rund 100.000 Nahrungs- und Genussmittel. Das diesjährige Partnerland Niederlande will mit Gebäck, Käse, frischen Austern, Kalbfleisch und Bier die Münder wässrig machen.

Zum Programm der Schau gehören auch Tausende Nutz- und Haustiere. So gibt es täglich Vorführungen mit Rassehunden und -Katzen.

Im vergangenen Jahr zog die Grüne Woche 420 000 Besucher an, davon waren 105.000 Fachbesucher. Auch diesmal erwartet die Messegesellschaft mehr als 400.000 Gäste.

Am Eröffnungsmorgen ist ein Rundgang mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Bauernpräsident Joachim Rukwied geplant. Der Deutsche Bauernverband rechnet in diesem Jahr mit stabilen Umsätzen. Nach zwei Krisenjahren hat die Branche zwei gute Jahre in Folge gehabt.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte eine Abkehr von der massenhaften Fleischproduktion in der Landwirtschaft gefordert. "Neben der Energiewende brauchen wir eine überfällige Agrarwende", sagte der Vorsitzende Hubert Weiger.

Anders ließen sich Probleme wie der Rückgang von Pflanzenarten, Grundwasserbelastungen und der massive Einsatz von Antibiotika in Großställen nicht lösen.