02.01.13

Schrumpfkurs

Air Berlin hat 2012 weniger Passagiere befördert

Mit der angeschlagenen Airline sind im vergangenen Jahr rund 33,4 Millionen Passagiere geflogen - 5,4 Millionen weniger als 2011.

Foto: dapd
Flugzeuge von Air Berlin
Air Berlin fliegt seit Jahren in der Verlustzone. Die Sparmaßnahmen bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft wirken sich negativ auf die Passagierzahlen aus

Berlin. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat im vergangenen Jahr auf ihrem Schrumpfkurs deutlich weniger Passagiere befördert. Einer Schätzung zufolge seien 33,4 Millionen Menschen mit Air Berlin geflogen, teilte Großaktionär Etihad Airways am Mittwoch mit. Das sind rund 5,4 Prozent weniger als im Jahr 2011, als die Zahl der Fluggäste noch bei 35,3 Millionen gelegen hatte. Bis zum 1. Dezember flogen laut Air Berlin genau 31.498.182 Passagiere mit.

Die Airline fliegt seit Jahren in der Verlustzone. Seit 2011 verfolgt das Management deshalb einen harten Schrumpfkurs. Nach der Streichung unrentabler Strecken, einer Verkleinerung der Flotte und dem Verkauf des Vielfliegerprogramms hatte Vorstandschef Hartmut Mehdorn für 2012 einen Gewinn angekündigt – ob er den operativen Gewinn (EBIT) oder den Jahresüberschuss meinte, sagte er nicht.

Etihad aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi – mit einem Anteil von 29,2 Prozent größter Einzelaktionär von Air Berlin – legte auch eigene Zahlen vor. Demnach konnte die Airline die Zahl der Fluggäste im Vorjahresvergleich um 22 Prozent auf fast 10,3 Millionen steigern. Top-Ziele seien Bangkok, Manila und London Heathrow gewesen.

(dpa)
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