30.12.12

Energiekonzern Iberdrola

Bolivien verstaatlicht Energieunternehmen

In der Begründung von Präsident Morales hieß es, die Verstaatlichung sei unabwendbar geworden, um gerechte Strompreise zu sichern.

Foto: REUTERS
Bolivian police officers stand guard on the roofof the headquarters of electricity distribution company Electropaz
Bolivianische Polizisten auf dem Dach des Hauptquartiers des Energieunternehmens Electropaz

La Paz/Madrid. Bolivien hat vier Unternehmen des spanischen Energiekonzerns Iberdrola verstaatlicht. Präsident Evo Morales unterzeichnete am Sonnabend ein entsprechendes Dekret für die Stromversorger Electropaz, Elfeo und Eldeser sowie den Verwaltungskonzern Cadeb, wie die lokale Nachrichtenagentur ABI berichtete. Die Verstaatlichung sei unabwendbar geworden, um gerechte Strompreise und eine gleichwertige Versorgungsqualität in Stadt und Land zu sichern, hieß es zur Begründung.

Die spanische Regierung bedauerte den Schritt. In einer am späten Samstagabend in Madrid veröffentlichten Mitteilung forderte das Außenministerium eine "gerechte Entschädigung". Außerdem hieß es, Bolivien müsse für Rechtssicherheit im Lande sorgen. Das sei für "alle ausländischen Investitionen unerlässlich". Nach spanischen Medienberichten vom Sonntag wird Iberdrola eine finanzielle Entschädigung von rund 75 Millionen Euro verlangen.

In Bolivien hatte Vizepräsident Álvaro García Linera zuvor verischert, Iberdrola werde eine angemessene Entschädigung bekommen. Die Aktien der Tochtergesellschaften sollen vom staatlichen Unternehmen Empresa Nacional de Electricidad (Ende) übernommen werden. Electropaz, das größte der verstaatlichten Unternehmen, versorgt 470 000 Kunden in La Paz mit Strom.

Die bolivianische Regierung hatte im Mai den größten Stromanbieter des Andenlandes, Transportadora de Electricidad, verstaatlicht, dessen Aktien sich zu fast 100 Prozent im Besitz des spanischen Energiekonzerns Red Eléctrica de España (REE) befanden.

(abendblatt.de/dpa)
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