01.12.12

HSH Nordbank

Kieler Finanzstaatssekretär geht in Aufsichtsrat

Losse-Müller (39) hatte vor seinem Wechsel in die Kieler Regierung als Investmentbanker und bei der Weltbank gearbeitet.

Foto: DPA
HSH Nordbank
Das Firmenschild am Eingang zum Verwaltungsbebäude der HSH Nordbank

Neumünster. Finanzstaatssekretär Thomas Losse-Müller und nicht Ministerin Monika Heinold wird künftig das Land Schleswig-Holstein im Aufsichtsrat der angeschlagenen HSH Nordbank vertreten. Dies kündigte Heinold bei einem Landesparteitag der Grünen am Sonnabend in Neumünster an. Losse-Müller werde im Laufe des nächsten Jahres in das Gremium gehen. "Er ist fachlich eine exzellente Besetzung und kann als Staatssekretär die Kontrolle des Landes direkt wahrnehmen", sagte Heinold. Bisher vertritt der Ex-Chef der Investitionsbank, Lutz Koopmann, die Interessen Schleswig-Holsteins im Aufsichtsrat.

Losse-Müller (39) hatte vor seinem Wechsel in die Kieler Regierung unter anderem als Investmentbanker und bei der Weltbank in Washington gearbeitet. Es sei falsch gewesen, dass sich die alte Landesregierung aus dem Aufsichtsrat der HSH Nordbank verabschiedet hatte, sagte Heinold. Es gehe schließlich um sehr viel Landesvermögen. Dessen Schutz sei die einzige Leitlinie für sie, sagte Heinold.

Ministerpräsident Torsten Albig unterstützte die Benennung des Finanzstaatssekretärs. "Wir möchten gerne, dass der Aufsichtsrat gestärkt wird, auch durch Mitglieder der Regierung", sagte der SPD-Politiker dem Schleswig-Holstein Magazin des NDR-Fernsehens. Das Gremium solle so gestärkt werden, "dass wir nicht immer über Dritte erfahren, was Sache ist".

Der Aufsichtsrat habe in den letzten Jahren nicht immer das umgesetzt, was die Anteilseigner umsetzen wollten oder umgesetzt hätten, sagte Albig dem Sender. "Von daher scheint mir das eine richtige Entscheidung zu sein."

Die Ratingagenturen betrachteten die Anteilseigner - Schleswig-Holstein und Hamburg sind die Haupteigentümer des Instituts - mit Argusaugen, betonte Heinold auf dem Grünen-Parteitag, der ihr klare Rückendeckung gab. "Die Bank durch die Krise zu steuern ist eine Mammutaufgabe", sagte die Ministerin.

"Nichts wäre schlimmer, als wenn die Bank in eine unkontrollierte Abwicklung rauscht – mit 35 Milliarden öffentlicher Gewährträgerhaftung, 7 Milliarden Garantie und 3 Milliarden Landeskredit." Sie habe die Stabilisierung der Bank als oberstes Ziel auf der Agenda, sagte Heinold. Ihr seien aber auch rosarote Brillen fremd.

(dpa)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. Henryk M. BroderPegidaDas deutsche Festival des Wahnsinns
  2. 2. DeutschlandYasmin Fahimi"Pegida-Organisatoren sind geistige Brandstifter"
  3. 3. AuslandPeschmerga-TriumphIS flüchtet überhastet mit schweren Verlusten
  4. 4. AuslandJosé Manuel Barroso"Die EU hat Notfallpläne für die Russland-Krise"
  5. 5. WirtschaftNeue FarbenDie FDP verabschiedet sich von Blau und Gelb
Top Video Alle Videos

Die 28 Staats- und Regierungschef haben auf dem jüngsten EU-Gipfel den Aufbau eines europäischen Fonds für strategische Investitionen über 315 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren beschlossen.mehr »

Top Bildergalerien mehr

HSV spielt auf Schalke

Unwetter

Eiche kracht im Sturm auf Autos in Eppendorf

Niedersachsen

Gefahrgut-Unfall auf der A7 bei Göttingen

2. Bundesliga

FC St. Pauli gewinnt gegen Aalen

tb_reisemarkt.jpeg
Der Reisemarkt

Aktuelle Reise- und Urlaubsangebotemehr

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr