29.11.12

Klinikkonzern

Asklepios Kliniken legen bei Umsatz und Gewinn zu

Hamburger Krankenhausbetreiber erzielt in den ersten drei Quartalen, auch dank einer Übernahme, einen Überschuss von 81,2 Millionen Euro.

Foto: revierphoto
Asklepios Klinik St.Georg in Hamburg
Der Gesundheitskonzern Asklepios Kliniken GmbH zählt zu den großen privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland

Hamburg. Der Hamburger Klinikkonzern Asklepios hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg vor allem dank der Übernahme der MediClin-Kliniken 21,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 2,228 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Überschuss lag nach Unternehmensangaben bei 81,2 Millionen Euro und damit rund 15,7 Prozent über dem bereinigten Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Auch bei der Zahl der behandelten Patienten konnte Asklepios zulegen: Sie stieg um 17,5 Prozent auf rund 1,5 Millionen.

Belastet sieht sich der Klinikkonzern durch Tarifabschlüsse im Gesundheitswesen. "Wir erwarten zwar für das laufende Jahr einen Ausgleich in Form einer durch die Politik beschlossenen Personalkostenhilfe für die gesteigerten Personalkosten, allerdings wird dieser voraussichtlich nicht in voller Höhe die Mehrkosten kompensieren können", sagte Stephan Leonhard, stellvertretender Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung. Dem Kostendruck will Asklepios durch Synergien aus Kooperationen begegnen – zum Beispiel im Einkauf.

Der Gesundheitskonzern Asklepios Kliniken GmbH zählt zu den großen privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Die Klinikgruppe betreibt 140 Gesundheitseinrichtungen und beschäftigt mehr als 44 000 Mitarbeiter.

Im Sommer hatten Asklepios und andere Konkurrenten die Übernahme des zweitgrößten Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum durch den Medizinkonzern Fresenius verhindert. Das Unternehmen hatte sich damals rechtzeitig selbst einen Rhön-Anteil von mehr als fünf Prozent gesichert. Fresenius hatte geplant, Rhön in seine Tochter Helios zu integrieren und damit den mit Abstand größten deutschen Krankenhauskonzern zu schaffen.

(dpa)
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