Fr, 16.11.12, 12.36

Konsumgüter Ausland soll Henkel-Wachstum beschleunigen

Henkel

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Mit einem Quartalsplus trotzt der Persil-Hersteller der konjunkturellen Abkühlung. Für weiteren Wachstum setzt Henkel auf Wachstumsmärkte.

Düsseldorf. Henkel peilt nach dem besten Quartal seiner 136-jährigen Firmengeschichte einen Wachstumssprung in den kommenden Jahren an.

Mit Hilfe großer Marken wie Persil, Pritt und Schwarzkopf soll der Umsatz von zuletzt 15,6 Milliarden bis Ende 2016 auf 20 Milliarden Euro steigen, gab Vorstandschef Kasper Rorsted am Freitag bekannt. Dabei setzt der Traditionskonzern auf zunehmende Geschäfte in Schwellenländern Asiens, Afrikas sowie Mittel- und Südamerikas.

Ohnehin nur noch 12 Prozent des Umsatzes erzielt Henkel im Inland. Der Konzern will sich von Randbereichen und kleinen Marken trennen.

Im dritten Quartal 2012 erzielte Henkel durch Preissteigerungen und Einsparungen einen Gewinnsprung um fast ein Drittel auf 409 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz stieg um 6,6 Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Euro. Alle drei Konzernsparten Klebstoffe, Waschmittel und Kosmetik trugen zum Wachstum bei.

"Das dritte Quartal war deutlich schwieriger als vergangene Quartale. Dennoch war das das beste Quartal in der Henkel-Geschichte", sagte Rorsted in einem Video. Er kündigte an, dass an den Strukturen weiter gefeilt werde. Die Zahl der Mitarbeiter nahm in Jahresfrist um fast 1000 auf gut 46 800 ab.

Den mittelfristigen Finanzzielen zufolge will sich Henkel in den nächsten vier Jahren von Randaktivitäten im Volumen von derzeit rund einer halben Milliarde Euro trennen. Außerdem will sich das Traditionsunternehmen noch stärker auf große Marken konzentrieren. Der Umsatzanteil der zehn wichtigsten Marken soll von 46 Prozent in diesem Jahr auf 60 Prozent bis 2016 zunehmen.

Die Sachinvestitionen in Maschinen, Anlagen und IT werden um mehr als 40 Prozent auf insgesamt zwei Milliarden Euro in dem Vierjahreszeitraum steigen. In den Wachstumsregionen sind sieben neue Forschungszentren geplant. Die Zahl der Lieferanten soll bis 2016 um 40 Prozent reduziert werden.