11.11.12

Babykosthersteller

Hipp nimmt umstrittene Kindertees vom Markt

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hatte zuvor den hohen Zuckergehalt der Hipp-Tees als schädlich für Kleinkinder kritisiert.

Foto: dapd
Kinderdienst: Firma Hipp nimmt zuckrigen Kindertee vom Markt
Einige Tees von Hipp enthielten zu viel Zucker, sagen Experten. Jetzt hat die Firma die Herstellung der Kindertees gestoppt

Berlin. Der Babynahrungshersteller Hipp hat seine von Verbraucherschützern kritisierten gezuckerten Kindertees vom Markt genommen. "Wir haben das Produkt eingestellt", sagte Firmenchef Claus Hipp dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Seit November gebe es nun einen neuen zuckerfreien Instanttee.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hatte den hohen Zuckergehalt der Hipp-Tees als schädlich für Kleinkinder kritisiert. Im Juni bedachte Foodwatch die Firma nach einer Umfrage unter Verbrauchern mit dem "Goldenen Windbeutel" als Schmähpreis für die dreisteste Werbelüge, da Hipp die Tees als geeignet für Kinder ab dem zwölften Lebensmonat anpreise.

Das Unternehmen hält die Kritik für nicht gerechtfertigt. Man habe die Verbraucher aber nicht verunsichern wollen, begründete Claus Hipp das Ende für die Tees. "Die üble Nachrede ist immer stärker als der Werbeaufwand", sagte er der Zeitung.

Laut Foodwatch enthielten die angerührten Instant-Tees in den Geschmacksrichtungen Früchte, Waldfrüchte und Apfel-Melisse umgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker pro fertiger 200-Milliliter-Tasse. Hipp hielt dagegen, dass der Zuckergehalt in etwa dem einer Apfelschorle entspreche, die mit zwei Teilen Wasser und einem Teil Saft gemischt worden sei.

(dapd)
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