VW und Porsche
Die möglichen neuen Machtverhältnisse
Das von Volkswagen und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) favorisierte Modell für einen neuen integrierten Autokonzern sieht vor, dass VW der hoch verschuldeten Porsche-Holding in einem ersten Schritt 49 Prozent des Sportwagengeschäfts, das in der Porsche AG angesiedelt ist, abkauft.
Das Emirat Katar würde der Porsche-Holding außerdem Optionen auf rund 20 Prozent der VW-Aktien abnehmen und damit neuer Anteilseigner des Wolfsburger Autoriesen. Das Land Niedersachsen bliebe unverändert mit ebenfalls etwa 20 Prozent an Volkswagen beteiligt. Die Porsche-Holding hatte über die vergangenen Jahre schrittweise eine Mehrheit von 51 Prozent an VW erworben und sich Optionen auf weitere Aktien gesichert, dabei aber einen Schuldenberg von mehr als neun Milliarden angehäuft. Zudem hat sich die Hoffnung von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nicht erfüllt, dass die EU das VW-Gesetz, das dem Land Niedersachsen eine Sperrminorität sichert, kippen wird. Nach den Vorstellungen des VW-Patriarchen Ferdinand Piëch würde Volkswagen in einem zweiten Schritt auch die restlichen Anteile der Porsche AG kaufen und das Sportwagengeschäft als zehnte Marke in den Konzern integrieren. Damit könnte die Porsche-Holding aufgelöst werden.




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