Große Familienfirmen wachsen teils stärker als DAX-Konzerne

Hamburg. Die größten deutschen Familienunternehmen haben 2010 die Giganten der Publikumsgesellschaften im Wachstum deutlich abgehängt. Nach einer Analyse des Stuttgarter Instituts für Familienunternehmen (IFF) belief sich der Umsatz der 30 größten deutschen Familienunternehmen 2010 auf 709,2 Milliarden Euro, 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die 30 größten Publikumsgesellschaften (ohne Banken und Versicherungen) wie Daimler, E.on oder Siemens erzielten 2010 einen Umsatz von 750,4 Milliarden Euro, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von zehn Prozent entspricht.

Besonders positiv entwickelten sich 2010 die automobilnahen Familienunternehmen wie Volkswagen, BMW, Robert Bosch oder INA-Schaeffler. Der Autozulieferer Helm wuchs sogar um 61 Prozent. Mit Boehringer Ingelheim und Schlecker fiel nur bei zwei Unternehmen der Top-30-Familienunternehmen der Umsatz 2010 niedriger aus als im Jahr zuvor.