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Wirtschaft

Schifffahrt

Reederei-Riese Maersk macht Verluste

Der dänische Multikonzern A.P. Møller ist durch seine Containerreederei Maersk in die Verlustzone gefahren.

Die "Elly Maersk" gehört zu den acht größten Containerschiffen der Welt, die seit 2006 von Maersk Line in Fahrt gesetzt worden sind. Trotz seiner führenden Marktposition mit mehr als 550 Containerschiffen fährt Maersk - wie viele Konkurrenten - derzeit nicht profitabel.
Foto: DDP

Wie das mit Abstand größte dänische Industrieunternehmen gestern mitteilte, betrug das Nettominus im ersten Quartal 2,1 Milliarden Kronen (273 Millionen Euro) gegenüber einem Gewinn von 5,2 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. Damit fiel das Minus deutlich höher aus als von Analysten vorhergesagt. Konzernchef Nils Smedegaard Andersen sagte zum Ergebnis, es sei "vom sehr speziellen globalen Wirtschaftsrückgang geprägt".

Als wichtigsten Grund nannte A.P. Møller-Maersk in Kopenhagen für die größte Reederei der Welt einen Rückgang der Frachtraten um 24 Prozent und 14 Prozent weniger Containertransporte. Der Gesamtumsatz im Konzern sank umgerechnet von 71,8 auf 63 Milliarden Kronen. Im zweiten Quartal rechnet Maersk ebenfalls mit roten Zahlen. Auch für das Gesamtjahr 2009 sei ein Verlust nicht auszuschließen, hieß es. Maersk hatte in den vergangenen Jahren seine Reedereikapazität durch Unternehmenszukäufe und den Bau von riesigen Containerschiffen massiv ausgebaut. Teilweise ausgeglichen wurden die Verluste im Frachtgeschäft durch schwarze Zahlen im Einzelhandel und bei der Förderung von Öl und Gas aus der Nordsee. Allerdings belastet der gefallene Ölpreis nun das Energiegeschäft.

Für die Zukunft gab Andersen die Marschrichtung aus, daran zu arbeiten, "die Konkurrenzfähigkeit unserer Maersk-Reederei zu verbessern".

 

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