25.07.12

Delfinarium des Tiergarten Nürnberg

Tierschützer kritisieren Nürnberger Delfinlagune

Die sieben dort lebenden Delfine würden mit Psychopharmaka behandelt. 38 Tier sind in den vergangenen 40 Jahren dort gestorben.

Foto: dapd/DAPD
Tierschuetzer kritisieren Nuernberger Delfinlagune als Intensivstation

Nürnberg. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hat die Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten erneut scharf kritisiert. Die Akteneinsicht habe ergeben, dass jeder der sieben dort lebenden Delfine mit Psychopharmaka behandelt werde, teilte das WDSF am Mittwoch mit. "Die Unterlagen des Delfinariums lesen sich wie der Bericht einer Intensivstation", erklärte WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller. Die Medikamentenliste sei lang und weise über 20 Medikamente aus.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte die Stadt Nürnberg verurteilt, die Akten offen zu legen, nachdem Tierschützer dies jahrelang vergeblich gefordert hatten. Die Delfinakten würden eine regelmäßige Verabreichung von Diazepam ausweisen, einem verschreibungspflichtigen Psychomarmaka gegen Angst- und Spannungszustände, das nur in geringer Einzeldosis und wegen seines Suchtpotentials nicht fortlaufend verabreicht werden dürfe, so das WDSF. Innerhalb von vier Monaten seien beispielsweise dem nierenkranken Delfin Jenny 145 mg Diazepam verabreicht worden. Der Delfin Anke erhielt bei einem Transfer von Holland nach Nürnberg im Frühjahr eine Höchstdosis von 30 mg Diazepam und Antibiotika. Anke muss sich bei diesem Transport stark stark verletzt haben. In dem Tiergarten-Bericht heißt es: "Anke hat sich beim Fangen hinter Blasloch, kaudal an der Finne (blutet am meisten), am rechten Flipper und an der Fluke aufgeschlagen."

Die vom WDSF eingeschaltete Staatsanwaltschaft würde nun zu prüfen haben, ob das Delfinarium geschlossen werden muss, um eine fachkompetente Oberaufsicht für die Delfinbehandlung zu gewährleisten. "Hier scheinen alle Entscheidungsträger vom Tiergartendirektor bis hin zur zuständigen Tierärztin versagt zu haben", sagt Ortmüller. Das WDSF lässt jetzt prüfen, ob die Antibiotika-Behandlung zum mehrfachen Tod von Delfinen in Nürnberg geführt hat. Ortmüller: "Wir haben einen Hinweis eines Biologen von der Ruhr-Universität Bochum vorliegen, dass die Antibiotika-Behandlung der Delfine zur sogenannten "Herxheimer Reaktion" führen kann, die mit Todesfällen verbunden ist, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird."38 Nürnberger Delfine hätten seit Bestehen des Delfinariums im Jahr 1971 den Tod gefunden.

Die Favoriten unseres Homepage-Teams
Herrentag in Berlin
22.05.13 HANahverkehr in Hamburg
Innensenator verlangt strenge Promillegrenze für Radfahrer

Neumann hält 1,1 Promille für "sinnvolle Diskussionsgrundlage". Wer mehr trinkt, könnte bald den Führerschein verlieren. Der ADFC unterstützt den Vorstoß, die Grenze abzusenken. mehr...


Das Restaurant „Strumhaube“ am Roten Kliff auf Sylt. Hier eskalierte Am Pfingstwochenede eine Party mit rund 3000 Gästen
21.05.13Restaurant Sturmhaube
"Ich kenn Peter" - Nobelparty auf Sylt endet in Schlägereien

Die Polizei musste mit allen verfügbaren Kräften in das Restaurant "Sturmhaube" am Roten Kliff anrücken. Nach einem Facebook-Aufruf waren 3000 Gäste gekommen. Es blieb nicht lange friedlich. mehr...

HADAG-Hafenfaehre / Hamburg
22.05.13 HANeue Regelung
Tempolimit für Schiffe im Hamburger Hafen

Das gab es in Hamburg noch nie: Nach Uferschäden wegen hoher Wellen dürfen auch die Hadag-Fähren nur noch zehn Knoten fahren. Welche Auswirkungen wird das haben? mehr...

epa03710276 A man looks through debris for belongings in a home the day after a killer tornado hit in Moore, Oklahoma, USA 21 May 2013. The storm, estimated to contain winds up to 200 miles per hour (322 Kph), flattened homes and schools, killed dozens of people and injured many others 20 May 2013. A previous storm on 04 May 1999 in Moore caused similar damage and loss of life. EPA/ED ZURGA +++(c) dpa - Bildfunk+++
21.05.13US-Bundesstaat Oklahoma
Tornado hinterlässt Trümmerfeld und tötet 24 Menschen

Mit gigantischer Wucht fegt ein Tornado über eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Oklahoma. Viele Menschen sterben, unter ihnen Grundschulkinder. Präsident Obama spricht von einer historischen Katastroph… mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
USA
Barack Obama verspricht Hilfe für Tornado-Opfer

Einen Tag nach der Tornado-Katastrophe gingen in Moore im US-Bundesstaat Oklahoma die Aufräumarbeiten weiter. Präsident Barack Obama rief…mehr »

Top Bildergalerien mehr

Monster-Tornado in Oklahoma

Handball

HSV Hamburg schlägt die Füchse Berlin

Rothenburgsort

Reh vor dem Ertrinken gerettet

Fußball

HSV-Neuzugang Hakan Calhanoglu

tb_mrs-sporty.gif
Mrs. Sporty

Ihr freundlicher Sportclub in der Nachbarschaftmehr

tb_top_arbeitgeber.jpg
Hamburgs Beste Arbeitgebe…

Erfahren Sie hier mehr über die Preisträger 2013!mehr

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr