25.01.13

Mittelamerika Rätsel um tote Schildkröten an Pazifikküste

Echte Karettschildkroete, Eretmochelys imbricata, Tahiti, Franzoesisch-Polynesien | hawksbill sea turtle, Eretmochelys imbricata, Tahiti, French Polynesia

Foto: pa/WaterFrame

Echte Karettschildkroete, Eretmochelys imbricata, Tahiti, Franzoesisch-Polynesien | hawksbill sea turtle, Eretmochelys imbricata, Tahiti, French Polynesia Foto: pa/WaterFrame

Bis zu 280 tote Meeresschildkröten wurden vor Panama und Costa Rica angeschwemmt. Einige Tiere hatten offenbar Angelhaken im Kiefer.

San José/Rio de Janeiro. An der Pazifikküste vor Costa Rica und Panama sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Meeresschildkröten tot angeschwemmt worden. Umweltorganisationen und Medien sprechen von bis zu 280 Kadavern in der costa-ricanischen Bucht "Golfo Dulce", das Umweltministerium in San José dagegen von etwa 25 bis 30. Die Todesursache war auch am Freitag noch unklar. Die Behörden kündigten eine detaillierte Untersuchung ein.

Bei einigen Tieren handelt es sich nach Angaben der Umweltorganisation Pretoma um Grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas), die auch unter dem Namen "Suppenschildkröten" bekannt sind. Zunächst wurde eine Algenschwemme als Todesursache angenommen. Pretoma berichtete aber unter Berufung auf Küstenanwohner, dass bei einigen der toten Tiere Angelhaken im Kiefer gefunden worden seien.

Die Organisation untersuchte mehrere Kadaver und vermutet illegale Fangpraktiken als Todesursache. Ein Biologe erklärte, in den Organen der Tiere seien keine Infektionen festgestellt worden, die auf einen bakteriell verursachten Tod hinwiesen. Auch an der benachbarten Pazifikküste Panamas wurden in der Bucht "Golfo de Chiriquí" tote Schildkröten gesichtet.

((dpa))