Mo, 29.10.12, 13.01

Gruseliges Halloween Wenn der Kürbis grinst und die Monster-Augen glänzen

Vivian Sapper
Trendforscher: Gesellschaft braucht Halloween

Foto: DAPD

Trendforscher: Gesellschaft braucht Halloween

Wer sich in diesem Jahr zu Halloween verkleiden will, greift lieber zu den gruseligen Kostümen. Der Zauberer oder die Prinzessin sind out.

Berlin. Halloween-Fan Heidi Klum geht diesmal als Kleopatra. Das Supermodel twitterte schon in der vergangenen Woche sein diesjähriges Outfit. Wer jetzt noch nicht weiß, wie er sich zu Halloween verkleidet, könnte schon Probleme bei der Kostümauswahl bekommen. Vor so manchem Kostümgeschäft heißt es derzeit Schlange stehen. Wegen des großen Andrangs wird auch schon mal der Einlass kontrolliert, damit im Paradies der Gummigebisse und Skelettanzüge kein Chaos entsteht.

Es geht gruselig zu bei den Verkleidungen. In einem Berliner Festartikel-Geschäft hängen Prinzessinnenkleider oder Umhänge für Zauberer noch auf den Stangen. In den Körben der Kunden an der Kasse liegen eher Monsterkostüme, schwarze Perücken und Blutschminke. Ein kleiner Junge verrät, dass er letztes Jahr noch als Videospielfigur "Super Mario" gegangen sei. "Jetzt bin ich Dracula."

"Das Bedürfnis, sich zu verkleiden ist im Prinzip ja uralt. Das war immer schon eine Möglichkeit, aus dem bestehenden Alltagsleben im erlaubten Rahmen auszubrechen und mal plötzlich jemand ganz anderes zu sein", sagt Trendforscher Thomas Huber. Auch wenn Halloween "kein Volksfest im klassischen Sinne" sei, habe es sich schon in vielen gesellschaftlichen Bereichen durchgesetzt.

Auch der Deutsche Handelsverband stellt eine wachsende Begeisterung für Halloween fest. Spiel- und Dekorationswaren liefen besonders gut. Aber auch Halloween-Kürbisse, die ausgeschnitzt und mit brennender Kerze ausgestattet böse Geister vertreiben sollen, seien gefragt.

Eine der größten Partys mit Grusel-Szenerie bietet das Heide-Park Resort in Soltau mit seinen "Halloween-Nights". In diesem Jahr werden aufgrund der großen Nachfrage im Oktober fünf statt wie im Vorjahr zwei Halloween-Abende angeboten. "Pro Abend erwarten wir erheblich über 10.000 Besucher", sagt Hannes W. Mairinger, Geschäftsführer des Vergnügungsparks.

Wer schon auf dem Weg zu einer Party als Vampir, Monster oder Alien verkleidet ist, sollte so allerdings nicht Auto fahren, warnt der Autofahrerclub ADAC. Werden Kostümierte am Steuer von der Polizei erwischt, müssen sie zahlen.

Wer keine Lust hat, sich zu Halloween zu verkleiden, kann auch einfach ins Kino gehen. Seit dem 25. Oktober läuft die Animationskomödie "Hotel Transsilvanien" über Draculas Hotel für Monster.