KRIMI
Die Ohnmacht der Polizei gegenüber einem Imperium
Åsa Larsson: Der schwarze Steg, C. Bertelsmann, 414 Seiten; 19,95 Euro.
Zu Beginn von Åsa Larssons Krimi "Der schwarze Steg" liegt ihre Heldin, die Anwältin Rebecka Martinsson, auf der Psychiatrie. Dort erholt sie sich von dem Schock, den der Tod eines Freundes ausgelöst hatte. Kaum entlassen, bietet ihr die Staatsanwaltschaft einen neuen Job, den sie nicht ablehnen kann. Bald geschieht ein rätselhafter Mord, der in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Die Frau, die tot auf einem zugefrorenen Fluss gefunden wird, ist Führungskraft einer global tätigen Grubengesellschaft. Konzerngründer Mauri Kallis hat sich aus armen Verhältnissen hochgearbeitet und dabei von den Beziehungen der Toten und ihres Bruders zur Finanzwelt profitiert. Dass Kallis auch eine Reihe zwielichtiger Geschäfte betreibt, merkt Rebecka Martinsson rasch. Larsson verknüpft brillant familiäre mit geschäftlichen Dramen. Sie zeigt auch die Ohnmacht der Polizei gegenüber global agierenden Firmenimperien - eine facettenreiche Erzählung über Schuld und Versagen.














