CD-Tipps
CD-Tipps
Ian Bostridge: Great Handel (EMI Classics)
Wenn man Ian Bostridge Händel singen hört, ist schon klar, warum die Engländer diesen Komponisten so gern zu einem Insulaner umdeklarieren. In dieser Aufnahme mit dem vorzüglichen "Age of Enlightenment" gibt sich der britische Tenor durch und durch distinguiert, elegant und gentlemanlike. Nicht alle Arien sind für seine Stimmlage komponiert, die schönsten Hits bekamen damals in aller Regel Sopranistinnen oder Countertenöre. Doch durch das Tieferlegen erkennt man ganz neue Facetten am Repertoire. Lovely, indeed.
Derek Trucks: Live At Georgia Theatre (Sony)
Erinnert sich noch jemand an den langhaarigen blonden Gitarristen, der im vergangenen Jahr in Eric Claptons Band spielte? Und der mit seinem mitreißenden Spiel keinen Deut schlechter war als der Meister? Sein Name ist Derek Trucks. Vor vier Jahren schon hat er in den USA und Japan die Doppel-CD "Live At Georgia Theatre" veröffentlicht. Jetzt ist das Album endlich auch in Deutschland erschienen. Es stellt diesen Ausnahmegitarristen in den Mittelpunkt und dürfte für manchen Bluesfan eine Neuentdeckung sein.
CeU: CeU (Exil/Indigo)
Der Name kommt nicht von ungefähr: CeU, zu deutsch Himmel, nennt sich ein neues brasilianisches Fräuleinwunder, das mit dem gleichnamigen CD-Debüt erfolgreich auf der Brazilectro-Welle reitet. Tatsächlich hat die 27-Jährige aus São Paulo nicht nur engelsgleiche Locken zu bieten, sondern auch eine wahrhaft himmlische Stimme, die hier von sanften Bossa-Nova-Beats begleitet wird. Das Gros der Stücke hat CeU selbst geschrieben, aber auch ein Ausflug in Reggae-Gefilde gehört dazu: Bob Marleys "Concrete Jungle".
Elliott Smith: New Moon (Domino/Rough Trade)
Wenn Studiomaterial eines Musikers posthum veröffentlicht wird, handelt es sich oft um melodisches Rauschen minderer Qualität. Ganz anders bei "New Moon". Auf dem Doppelalbum finden sich zwei Dutzend Lieder des amerikanischen Singer/ Songwriters Elliott Smith, der sich 2003 in Brooklyn das Leben nahm: fragiler Folkpop, der hauptsächlich in den Sessions zum Album "Either/Or" 1994 bis 1997 entstand. Der reduzierte Gitarrensound sowie Smiths sanfte, traurige Stimme vermitteln die poetische Intensität des Künstlers.



Branchenbuch Hamburg
100. Geburtstag
Axel Springer






Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages



