Ans Ufer gespült
Tatort Heidelberg, das ist bislang ein seltener Ort in der deutschen Kriminalliteratur. Leichen und Laster zwischen romantischen Gemäuern? Passte offenbar nicht so recht zusammen. Carlo Schäfer, 1964 eben da geboren, wollte das offenbar ändern und hat einen Kriminalroman über seine Heimatstadt geschrieben: "Im falschen Licht". An einem unfreundlichen Märztag wird die Leiche eines Mannes an das Ufer des Neckars gespült. Lange Zeit ist unklar, um wen es sich bei dem Toten handelt. Kommissar Theuer und sein Team von Karrierelosen, die Schäfer liebevoll und amüsant zeichnet, scheinen jedenfalls nicht geeignet, Licht in das Dunkel zu bringen. Doch natürlich kommt alles anders. Der Tote stellt sich als Kunstfälscher heraus, ein William-Turner-Gemälde von Heidelberg spielt eine nicht ungewichtige Rolle, und selbst der Kommissar macht am Ende noch eine recht passable Figur. Und so ist auch dieser Krimi: recht flott geschrieben, recht spannend und recht unterhaltsam. Kurzweilige Lektüre. Mehr nicht. (va) Carlo Schäfer: Im falschen Licht. rororo. 313 Seiten; 8,90 Euro.



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