Von der Vergangenheit eingeholt
Horst Eckert, 1959 geboren und heute in Düsseldorf lebend, rechnet man zu den harten unter den deutschen Krimiautoren. Für "Die Zwillingsfalle" erhielt er den Glauser-Krimipreis, jetzt ist "Ausgezählt" erschienen. Und Eckert wird seinem Ruf gerecht. Action made in Germany. In der Villa eines Kunstsammlers werden drei Tote gefunden, brutal hingerichtet, wie es scheint. Kommissar Bruno Wegmann, Amateurboxer aus Leidenschaft, hat die Leichen entdeckt. Doch in der Behörde hat er keinen guten Stand mehr, seit sein Kumpel bei einer Verkehrskontrolle niedergeschossen worden ist. Wegmann wird der Fall entzogen, doch der lässt ihm keine Ruhe - zu viele Spuren führen in seine eigene Vergangenheit. Die Ermittlungen ziehen ihre Kreise, bis tief in den Polizeiapparat hinein. Routiniert erzählt Eckert seine Geschichte. Anfangs will er etwas zu viel, doch hält er den Spannungsbogen sicher in der Hand und versteht es, die Leser bis zum bitteren, realistischen Ende mitzuziehen. (va) Horst Eckert: Ausgezählt. Grafit-Verlag. 409 Seiten. 10,40 Euro.



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