Kontakt halten, Fotos reinstellen: Man wird ganz schnell süchtig!
Julia Szikszay, 22, studiert Germanistik und Sportwiss. in Göttingen, macht gerade ein Praktikum in Budapest.
Das hat sich verbreitet wie eine Epidemie. Irgendwann sprachen plötzlich alle von StudiVZ, auch Leute, die gar nicht studieren. Sie fingen an, sich gegenseitig zu gruscheln und ihre Fotos zu kommentieren. Da wird man natürlich neugierig. Ich habe mich angemeldet. Und dann wird man ganz schnell süchtig, sucht alte Bekannte und stellt selber Bilder rein. Man trifft Leute wieder, die man schon fast vergessen hatte, und es ist viel leichter, mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Das habe ich besonders während meines Auslandssemesters gemerkt. Man kann schnell mal eine Nachricht schicken, Fotos reinstellen und ist immer informiert.
Ich habe selbst eine Gruppe gegründet, aber das war mehr so eine Schnapsidee. Ich saß mit ein paar Freunden auf meinem Bett, und wir haben die Gruppe "In Julias Bett" gegründet. Nichts Besonderes. Meine Favoriten sind: "Schorsche kannste mir morsche den oronschene porsche borsche?" und "mein zimmer ist so klein, dass ich die Pfannkuchen senkrecht braten muss".
Von der Kritik habe ich gehört, bisher aber keinerlei negative Erfahrungen gemacht. Ich habe mich auch in einem ähnlichen ungarischen Verzeichnis angemeldet (IWIW). Ich kenne sogar viele Ungarn, die schon im StudiVZ registriert sind.



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